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Zu Gast in Hannover

Bayern wollen nachlegen

Die Auftrag ist klar: Eine Woche nach der deftigen Heimpleite gegen Werder Bremen will sich der FC Bayern auch in der Bundesliga rehabilitieren und am Samstag im Gastspiel bei Hannover 96 (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) den Abstand auf die Tabellenspitze verkürzen. Der 2:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen Nürnberg war „der erste Schritt“, wie Miroslav Klose mitteilte, „jetzt gilt es, nachzulegen.“

Dabei wartet auf den Rekordmeister mit den Niedersachsen eine undankbare Aufgabe. Mit vier Punkten nach fünf Spielen rangieren die 96er auf Platz 14 und damit weit hinter den eigenen Erwartungen. Doch genau darin liegt die Schwierigkeit für die seit neun Spielen zu Hause ungeschlagenen Hannoveraner.

„Hannover ist wie ein torkelnder Boxer“, weiß Andreas Ottl, „gerade solche Mannschaften sind immer gefährlich.“ Zumal Hannover seine Personalprobleme - zu Wochenbeginn war die halbe Mannschaft von einem Magen-Darm-Virus befallen - überwunden hat und gegen die Elf von Trainer Jürgen Klinsmann wieder fast alle Mann an Bord haben dürfte.

„Uns erwartet eine sehr schwere Aufgabe“, berichtete Klinsmann am Freitag vor dem Abschlusstraining seiner Mannschaft in München. „Hannover 96 hat, auch wenn die Ergebnisse zuletzt nicht so gut waren, eine sehr gute Mannschaft. Sie spielen mit und sie sind alle heiß auf den FC Bayern“, meinte der 44-Jährige, der in der AWD-Arena aber ebenfalls aus dem Vollen schöpfen kann.

Mark van Bommel könnte nach seiner Pause gegen Nürnberg das Team wieder als Kapitän aufs Feld führen, weitere Wechselspiele sind zudem nicht ausgeschlossen. Ob Franck Ribéry (Klinsmann: „Er ist heiß, er brennt“) drei Tage nach seinem Comeback gegen Nürnberg von Beginn aufläuft, ließ Klinsmann jedoch offen. „Wir wollen ihn immer mehr heranbringen.“

Beim souveränen Erfolg gegen den „Club“ habe der FCB schon „einige gute Ansätze“ gezeigt, wie Tim Borowski feststellte. In Hannover gelte es nun, eine „Steigerung ins Spiel zu bringen“ und mit der „gleichen Leidenschaft und Laufbereitschaft“ wie im bayrischen Derby zu Werke zu gehen. „Wir müssen das Tempo über 90 Minuten hoch halten“, so Borowski, der davor warnte sich auf „diesem minimalen Erfolg“ auszuruhen.

In die gleiche Kerbe schlug auch Klose. „Wir dürfen uns nicht mit einem guten Spiel zufrieden zu geben.“ Die Mannschaft habe begriffen, dass „Fußball ein Laufsport ist und wir nicht immer mit minimalem Aufwand das Maximale erreichen können“, so der Nationalstürmer, der für die Partie in Hannover forderte: „Wir müssen mit dem Fuß auf dem Gaspedal drauf bleiben und versuchen, so schnell wie möglich den Sack zuzumachen. Es ist Zeit, eine richtige Serie zu starten.“

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