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Frust trotz Doppelpack

Borowski: 'Haben als Mannschaft versagt'

Wenn jemand Tim Borowski vorher gesagt hätte, er würde im ersten Spiel gegen seinen Ex-Klub Werder Bremen zwei Tore schießen, hätte er sicherlich eingeschlagen. Dass er sich letztendlich darüber kaum freuen konnte, hätte der Nationalspieler sicherlich nicht erwartet. „Ich kann es selber noch gar nicht fassen, dass wir fünf Dinger kassiert haben. Das war eine absolut desolate Leistung von uns“, sagte der 28-Jährige am Samstag nach der klaren Heimniederlage.

2:5 verlor Borowski mit dem FCB gegen den Vizemeister aus der Hansestadt. „Da spielt es keine Rolle, wer die Tore gemacht hat. Wir haben heute als Mannschaft versagt“, erklärte der Ex-Bremer, der zur Pause eingewechselt worden war, und ergänzte: „Nach so einer Leistung müssen wir uns Kritik gefallen lassen. Die nächsten Tage werden sicherlich nicht angenehm.“

Ablösefrei war Borowski in diesem Sommer von der Weser an die Isar gewechselt, aufgrund einer Verletzung in der Vorbereitung muss der 33-malige Nationalspieler aber noch auf seinen ersten Einsatz in der Startelf warten. „Tim kommt Woche für Woche mehr ins Rollen. Er will natürlich um jeden Preis in die Mannschaft - was schwierig ist“, sagte Trainer Jürgen Klinsman vor der Partie gegen Bremen. Mit seinen Saisontoren zwei und drei könnte sich Borowski aber weiter aufgedrängt haben.

Es war „Boros" erster Doppelpack in der Bundesliga seit dem 6. Mai 2006 beim 3:0 gegen den 1. FC Köln - damals natürlich noch im grünweißen Bremer Trikot. „Wir müssen nach so einer Niederlage als Team noch enger zusammenrücken. Dann bin ich sehr optimistisch, dass wir in den nächsten Spielen auch wieder erfolgreich sein werden“, sagte „Boro“, der von einem „Weckruf“ für die Mannschaft sprach, aber auch darauf verwies: „Meisterschaften wurden noch nie am 5. Spieltag entschieden.“

Mehr Grund zur Freude an diesem Nachmittag hatte Claudio Pizarro beim Wiedersehen mit der Vergangenheit. Der Peruaner erzielte nach seinem Wechsel vom FC Chelsea ausgerechnet bei seinem Ex-Klub FC Bayern den ersten Pflichtspieltreffer für Werder. „Wir können Meister werden“, meinte der 29-Jährige, der nach seinem Tor zum 4:0 aus „Respekt“ vor den Münchnern nicht zum großen Jubel ansetzte, sondern still genoss.

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