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Bayern in Köln

Drei Punkte für die Tabelle und Bukarest

Die „Generalprobe“ endete torlos, doch diesmal wollen die Bayern treffen und siegen. Exakt sieben Wochen nach dem 0:0 im Testspiel haben Jürgen Klinsmann und seine Mannschaft diesmal beim 1. FC Köln einen Sieg fest im Visier. „Wir werden engagiert und mit voller Konzentration auf den Platz gehen, um das Spiel in Köln zu gewinnen“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Freitag im Gespräch mit fcbayern.de.

„Wir wollen da weiter machen, wo wir gegen Hertha BSC Berlin aufgehört haben“, erklärte Klinsmann vor der Partie beim Aufsteiger. Nach dem ersten Saisonsieg gegen die „Alte Dame“ aus der Hauptstadt soll in der Domstadt der zweite „Dreier“ in Folge eingefahren werden. „Wir konnten beim 4:1 gegen Hertha ein Ausrufezeichen setzen. Wir kommen so langsam ins Rollen und fühlen uns gewappnet für die kommenden schweren Aufgaben“, sagte Mittelfeldspieler Tim Borowski.

Köln, Bukarest, Bremen - so heißen die Gegner der Bayern in den nächsten acht Tagen. Nicht nur Philipp Lahm wird sich dabei „neun Punkte“ fest vorgenommen haben. „Unsere Aufgabe ist es, in Köln zu gewinnen. Das wäre auch wichtig für den Champions League-Auftakt in Bukarest“, sagte der Nationalverteidiger. „Es wäre gut, wenn wir drei Punkte aus Köln mitnehmen könnten, um in der Tabelle etwas nach oben zu kommen und um gleichzeitig im Hinblick auf Bukarest Selbstvertrauen zu tanken“, sagte Rummenigge.

Dass das Spiel in Köln alles andere als eine leichte Aufgabe wird, dessen sind sich die Bayern bewusst. „Die Kölner werden sehr motiviert zu Werke gehen, das hat man schon beim Freundschaftsspiel vor ein paar Wochen gesehen“, warnte Rummenigge. Auch Kapitän Mark van Bommel, der nach seiner Gelb-Rot-Sperre gegen Hertha in Köln wieder einsatzfähig ist, richtete mahnende Worte an seine Mannschaftskollegen. „Wir spielen jetzt alle drei, vier Tage, jetzt geht es richtig los. Darauf muss man sich auch kopfmäßig einrichten, sonst läuft man nach einer Niederlage wieder hinterher.“

Klinsmann und Co. erwarten auch in Köln einen defensiv ausgerichteten Gegner, der auf Konter lauern wird. „Wir müssen unsere Philosophie durchbringen, das bedeutet aber auch, genauso wie gegen Hertha selbst in der Defensive sicher zu stehen“, sagte Lahm. Gegen die Berliner funktionierte dies bestens mit dem 3-5-2-System. Ob seine Mannschaft auch in Köln so spielen werde, ließ Klinsmann noch offen: „Das hängt auch davon ab, in welchem Zustand Demichelis und Lucio zurückkommen.“ Beide Innenverteidiger kehrten erst am Freitagnachmittag von ihren WM-Qualifikationsspielen in Südamerika zurück.

Nach den Personalsorgen zu Saisonbeginn muss Klinsmann in Köln lediglich noch auf die Rekonvaleszenten Willy Sagnol und Hamit Altintop verzichten. Für Franck Ribéry, der seit dieser Woche wieder voll am Mannschaftstraining teilnimmt, kommt ein Einsatz noch zu früh, sagte Klinsmann. „Ich habe jetzt wirklich die angenehme Situation, zwischen Leuten entscheiden zu können. Das werde ich spielbezogen tun“, erklärte der 44-Jährige und kündigte für die kommenden „englischen Wochen“ eine „gewisse Rotation“ an, „um die diesen Spielrhythmus qualitativ bestens zu überbrücken“.

Davon wird sicherlich auch Lukas Podolski profitieren. Während das Vorbereitungsspiel am 26. Juli ganz im Zeichen seiner Rückkehr stand, wird der ehemalige Kölner diesmal wohl zunächst nicht so im Fokus stehen wie damals. „Miroslav Klose und Luca Toni sind gesetzt, sie sind die Platzhirsche. Im Moment kommt Lukas nicht an den beiden vorbei“, sagte Klinsmann über die Hierarchie im Bayern-Sturm.

Diese sei gegründet „auf die Beobachtungen, die wir seit Wochen im Training gemacht haben“, führte der Bayern-Coach, der „Poldi“ vorerst in der Herausforderer-Rolle sieht, weiter aus: „Lukas ist in der Situation, in der er sich hier durchbeißen muss. Dafür bekommt er aber alle Unterstützung der Welt.“

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