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'Er wird sich durchboxen'

Poldolski nimmt Konkurrenzkampf an

Mit dem langen Bein rutschte Lukas Podolski in den Steilpass von Luca Toni, drückte den Ball mit der Fußspitze über die Linie und kippte anschließend mit dem ganzen Körper nach vorne um. Flach auf dem Bauch liegend vergrub er sein Gesicht im Rasen, gerade so, als ob der Ball am Tor vorbeigegangen wäre. Doch „Poldi“ hatte getroffen. Sein zweiter Saisontreffer bedeutete der 3:0-Endstand für den FC Bayern beim 1. FC Köln.

Podolski, so erklärte er später selbst, hatte aus Respekt zum FC nicht gejubelt. Seit der D-Jugend hatte er für den Klub aus der Domstadt gespielt, eher er nach der WM 2006 zum FC Bayern wechselte. Ganz im Gegensatz zum Torschützen feierten sogar die Kölner Fans Podolskis Tor so, als hätte er immer noch das Trikot der „Geißböcke“ an. „So was gibt es auf der ganzen Welt nicht, das hat mich schon berührt“, sagte der Bayern-Stürmer, nachdem er sich mit einer Ehrenrunde von seinem alten Publikum verabschiedet hatte.

Podolski und Köln, das ist schon eine ganz besondere Beziehung. Das Testspiel beider Teams vor sieben Wochen hatte ganz im Zeichen des Rückkehrers gestanden. Diesmal stand der Nationalstürmer erneut im Fokus des medialen Interesses - und das schon seit mehreren Tagen. Es ging um die Hierarchie im Bayern-Sturm. „Luca Toni und Miroslav Klose sind gesetzt“, hatte Jürgen Klinsmann festgelegt, „und Lukas ist der Herausforderer.“

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