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Das erste Mal

Ribéry hat 'große Lust' auf sein CL-Debüt

Er ist Deutschlands und Frankreichs Fußballer des Jahres. Er war Vize-Weltmeister und hat 30 Länderspiele bestritten. Mit dem FC Bayern gewann er das Double, mit Galatasaray Istanbul den türkischen Pokal, zweimal stand er im französischen Pokalfinale. Nur die Champions League ist noch Neuland für Franck Ribéry. Vielleicht hat er für sein Debüt in der „Königsklasse“ auch einfach nur auf dieses Spiel gewartet: FC Bayern gegen Olympique Lyon.

„Es ist schon etwas Besonderes, gegen einen Klub aus meiner Heimat zu spielen“, freute sich der 25-Jährige, nach 22 Einsätzen im UEFA-Pokal endlich auf höchstem europäischen Niveau debütieren zu können. „Ich habe lange darauf gewartet, mit dem FC Bayern Champions League zu spielen“, sagte er.

Ob Ribéry nach drei Monaten Verletzungspause und zwei Kurzeinsätzen gegen Lyon in die Startformation des deutschen Rekordmeisters zurückkehren wird, ließ Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann allerdings noch offen. „Es ist uns bewusst, dass sich Franck sehr auf dieses Spiel freut“, meinte der Chefcoach, „ob er von Anfang an spielt, wird man morgen Abend sehen.“

'Ich brauche Zeit'

„Ich bin bereit“, machte Ribéry deutlich, dass er seinen Einsatz kaum erwarten kann. „Ich habe große Lust zu spielen, auf dem Platz zu zeigen, was ich kann, und den Fans Freude zu bereiten.“ Der Franzose weiß aber auch, dass er noch nicht ganz der Alte ist. „Es wird von Spiel zu Spiel besser, aber ich brauche Zeit. Ich weiß nicht, bei wie viel Prozent ich bin“, sagte er und grinste: „Vielleicht bei 26.“

„Es wird noch eine Weile dauern, bis er bei 100 Prozent ist“, sagte Klinsmann, der seinem Mittelfelddribbler aber einen stetigen Aufwärtstrend attestierte und ihn gegen Lyon auf jeden Fall in den Kader nehmen wird. „Selbst wenn er nur auf der Bank sitzt, hilft er der Mannschaft mit seiner Frohnatur sehr viel. Er gibt uns Vertrauen, Kreativität und Spielfreude“, erklärte der FCB-Trainer.

Duell mit Freund Benzema

Außerdem weiß Ribéry, wie man Lyon besiegt. Zweimal traf er mit Marseille im französischen Pokal auf den Erzrivalen vom Ufer der Rhône, beide Male gewann er 2:1. In der Liga hingegen blieb Ribéry sieglos gegen Lyon (2 Niederlagen, 3 Remis). Ein enges Spiel erwartet der 25-Jährige auch am Dienstag. „Lyon hat eine sehr starke Mannschaft, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive“, erzählte er, „was den Unterschied ausmachen wird, sind der Siegeswille und die Aggressivität.“

Den nötigen Impuls zum Sieg möchte Ribéry dem FC Bayern am liebsten selbst geben - auch weil bei Lyon ein Freund von ihm spielt: Karim Benzema. „Auf ihn müssen wir aufpassen, aber auch auf andere wie Sidney Govou“, warnte er vor den Offensivqualitäten der Franzosen. In den letzten Tagen habe er oft mit Benzema telefoniert, berichtete Ribéry. Seine klare Botschaft: „Ich habe ihm gesagt, dass er mit null Punkten nach Hause fahren wird.“

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