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Vor CL-Start

Rummenigge: 'England wird dominieren'

Am kommenden Mittwoch startet der FC Bayern in die neue Champions-League-Saison, die Topfavoriten kommen dabei für Karl-Heinz Rummenigge wie in der letzten Saison aus England. „Die Engländer sind im Moment Europa etwas davon gelaufen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern und Vorsitzende der European Club Association (ECA) am Montag bei einer Pressekonferenz des TV-Senders Premiere. „Gegen Mannschaften wie Manchester, Chelsea, Liverpool und Arsenal ist die Bundesliga extrem ins Hintertreffen geraten.“

Drei der vier Halbfinalisten kamen in der vergangenen Saison aus der englischen Premier League. „Wenn man anschaut, welche Möglichkeiten da herrschen, wäre es schon eine große Sensation, wenn die Engländer in diesem Jahr nicht wieder eine dominante Rolle spielen würden wie das in den letzten Jahren der Fall war“, meinte Rummenigge. Vor allem den FC Chelsea erwartet der FCB-Chef in vorderster Front. „Ich kann mir vorstellen, dass Chelsea ganz groß angreifen wird. Das ist einer der ganz großen Favoriten.“

Diskussion um '50+1'-Regelung

Als aufstrebende Mächte sieht Rummenigge zudem die bislang weniger erfolgreichen osteuropäischen Fußball-Nationen. „In Osteuropa kommt eine neue Welle auf“, sagte er. Die Bundesliga hingegen, die in den 70er und 80er Jahren noch als das Maß aller Dinge gegolten habe, sei abgerutscht. „Mir fehlt einfach die Aussicht, wie die deutschen Top-Klubs im europäischen Großkonzert wieder eine Rolle spielen wollen.“

Angesichts milliardenschwerer Investoren in der englischen Liga mahnte Rummenigge die Deutsche Fußball-Liga (DFL) daher, „vielleicht etwas ergebnis- und diskussionsoffener“ mit der „50+1“-Regelung umzugehen. „Man muss ein bisschen aufpassen, dass wir den Zug nicht verpassen.“ Gemäß der Formel „50+1“ muss die Mehrheit der Anteile eines Kapitalunternehmens dem Stammverein gehören. Zuletzt hatte sich die Mehrheit der Klubs gegen eine Abschaffung der „50+1“-Regelung ausgesprochen. Auch beim FC Bayern hätten „natürlich Leute angeklopft“, berichtete Rummenigge. Gedanken über einen Großinvestor mache man sich beim Rekordmeister aber nicht.

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