präsentiert von
Menü
Michael Oenning im Interview

'Wir freuen uns auf die Herausforderung'

Sieben Mal gab es bislang das Pokal-Duell zwischen dem FC Bayern und dem 1. FC Nürnberg, sechs Mal hieß der Sieger Bayern München. Geht es nach dem Rekordpokalsieger, soll sich an dieser Bilanz auch nach dem achten bayrischen Derby am Mittwochabend nichts ändern. Doch Michael Oenning, seit knapp drei Wochen neuer Cheftrainer beim „Club“, sieht das etwas anders. „Natürlich wollen wir gewinnen und weiterkommen“, sagte Oenning im Interview mit fcbayern.de, auch wenn sein erklärtes Saisonziel ein anderes ist: „Wir wollen am Ende zurück in die Bundesliga!“

Das Interview mit Michael Oenning

fcbayern.de: Herr Oenning, wäre es Ihnen lieber gewesen, der FC Bayern hätte am Wochenende gegen Bremen klar gewonnen?
Michael Oenning: „Eine hypothetische Frage, die ich ihnen gerne nach dem Spiel beantworte. Aber natürlich hat der eine oder andere Bayern-Spieler wahrscheinlich noch nie in seiner Karriere fünf Tore bekommen - vielleicht ist da etwas hängen geblieben. Und das müssen wir finden.“

fcbayern.de: Am Mittwoch soll Franck Ribéry sein Comeback feiern. Freuen Sie sich auch darauf, diesen Ausnahmefußballer einmal aus der Nähe zu sehen?
Oenning: „Natürlich, wer sieht einen Fußballer wie ihn nicht gerne spielen? Er ist Fußballer des Jahres, kann Spiele alleine entscheiden. Aber das muss er ja gegen uns noch nicht tun…“

fcbayern.de: Ihre Mannschaft hat am Wochenende ebenfalls verloren. Wie ist die Stimmung am Valznerweiher vor diesem Derby?
Oenning: „Wir haben in dieser Saison schon ein paar Kratzer abbekommen, das kann nicht zufrieden stellen. Aber auf ein Spiel bei den Bayern muss man sich einfach freuen, auch wenn sich dieses Gefühl nach dem letzten 0:2 in Mainz nicht ganz so schnell einstellen konnte.“

fcbayern.de: Wie wollen Sie gegen die Bayern bestehen? Extrem defensiv oder frech mitspielen?
Oenning: „So, dass wir am Ende gewinnen - und das Rezept muss ich euch ja nicht unbedingt vorher verraten, oder?“

fcbayern.de: Der Club strebt den direkten Wiederaufstieg an. Nach fünf Spieltagen stehen fünf Punkte auf dem Konto. Warum läuft es bisher noch nicht rund beim FCN?
Oenning: „Wir müssen die Fehlerquote minimieren, haben manche Gegentore viel zu einfach kassiert. Und vorne müssen wir einfach wieder von unserer Stärke vor dem gegnerischen Tor überzeugt sein. Das ist auch eine Sache des Selbstvertrauens - aber dass kann sich jeder immer wieder holen, wenn er in der nächsten Situation gleich wieder voll dabei ist.“

fcbayern.de: Sie haben die Nachfolge von Thomas von Heesen angetreten, waren vorher sein Co-Trainer: Was haben Sie bewusst anders gemacht als ihr ehemaliger Chef?
Oenning: „Ich denke, da soll und kann man nicht vergleichen. Thomas ist Thomas, und ich bin ich. Für mich gilt es, hier die Bedingungen zu schaffen, unser Ziel, den Aufstieg, zu erreichen.“

fcbayern.de: Was ist Ihnen wichtiger: Ein Erfolg gegen Bayern oder ein Sieg am Montagabend gegen Duisburg?
Oenning: „Wenn wir in München gewinnen und dann am Ende aufsteigen, können wir natürlich ganz gut damit leben … Nein, wir freuen uns jetzt erst einmal auf diese Herausforderung beim FC Bayern, das ist eine tolle Aufgabe, wir haben fast 7.000 Fans mit dabei. Natürlich wollen wir hier gewinnen und weiterkommen, wenngleich wir auch realistisch genug in dieses Derby gehen. Fakt ist aber auch, dass wir in der Liga Punkte benötigen, um den Abstand nach oben nicht zu groß werden zu lassen. Wir wollen am Ende zurück in die Bundesliga!“

Das Interview führte: Dirk Hauser

Weitere Inhalte