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'Er soll bloß kein Tor schießen'

Ex-Bayer Misimovic lenkt Wolfsburgs Spiel

Das Erste, was Hermann Gerland zu Zvjezdan, genannt „Zwetschge“, Misimovic einfällt, ist: „Er hatte deutliches Übergewicht, als er zu mir kam“, erzählte der Trainer des FCB II fcbayern.de. Vor acht Jahren, im Sommer 2000, war das. Misimovic kam von der U19 in Gerlands Talentschmiede. „Ich glaube, er wog 85 Kilo bei 1,79 Metern Größe“, erinnerte sich Gerland, „dann habe ich den Jungen laufen lassen. Ich denke, von allen Spielern, die ich hatte, musste er am meisten laufen. Aber er weiß, dass ihm das gut getan hat.“

Am Samstag kehrt Misimovic zurück nach München. Mit dem VfL Wolfsburg tritt er in der Allianz Arena gegen den FC Bayern an. Da kommen Erinnerungen hoch. „Hermann Gerland war ein richtig harter Hund. Wenn es mal nicht lief, hat er uns über den Platz gescheucht - besonders mich“, sagte er voller Vorfreude auf das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub. „Es ist immer schön, gegen seine alten Kameraden zu spielen, ein Spiel gegen die Bayern ist aber sowieso etwas Besonderes.“

Meister und Torschützenkönig

Insgesamt acht Jahre lang trug der in München geborene Bosnier das Trikot des FC Bayern. Höhepunkt war seine letzte Saison bei der zweiten Mannschaft (2003/04), als die „kleinen“ Bayern Regionalliga-Meister wurden und Misimovic sich mit seinem Teamkameraden Paolo Guerrero die Torjägerkanone teilte (je 21 Treffer). „Es war einfach eine schöne Zeit dort“, denkt er gerne an diese Jahre zurück, „die professionelle Jugendarbeit war schon damals erstklassig.“

„Er hat bei uns sehr gut gespielt, wunderbare Tore erzielt und war auch eine Stimmungskanone. Er hat immer einen guten Spruch drauf gehabt. Ich habe ihn sehr gerne in meiner Mannschaft gehabt“, sagte Gerland über seine „Zwetschge“. Neben Misimovic und Guerrero gehörten unter anderem auch Andreas Ottl, Christian Lell, Michael Rensing und Piotr Trochowski zu jener „goldenen“ Nachwuchsmannschaft, die damals die Regionalliga Süd aufmischte.

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