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Duell auf Augenhöhe

FCB-Frauen fordern Frankfurt im DFB-Pokal

Zehn Mal in Folge hat der 1. FFC Frankfurt zuletzt das DFB-Pokalfinale erreicht, sieben Mal gingen die Hessinnen dabei als Sieger vom Platz. Alle vier bisherigen Pokalspiele gegen das Frauenteam des FC Bayern hat der Triple-Sieger der vergangenen Saison (Bundesliga, DFB-Pokal, UEFA-Cup) gewonnen, zuletzt am Ostermontag dieses Jahres, als sich der FFC im Halbfinale mit 4:0 durchsetzte. „Wenn man die Vergangenheit sieht, haben wir am Sonntag keine guten Karten“, sagte FCB-Trainer Günther Wörle daher vor dem erneuten Duell mit den Frankfurterinnen. Die Betonung liegt auf: in der Vergangenheit.

Denn am Sonntag (Anstoß 11 Uhr) soll in Aschheim die Erfolgsserie des FFC im DFB-Pokal enden. „Im Moment sind wir auf einer Ebene mit Frankfurt“, gehen die Fußballfrauen des FC Bayern aus gutem Grund selbstbewusst in das Spitzenspiel der zweiten Pokalrunde. Denn sie sind das Team der Stunde im deutschen Frauenfußball.

Frankfurt mit Revanchegelüsten

Sechs Siege in sechs Spielen, 16:1 Tore und Tabellenplatz eins vor dem FFC - so lautet die traumhafte Startbilanz der Bayern in der Bundesliga. Auch gegen Frankfurt gelang den Münchnerinnen - in Unterzahl - ein knapper 1:0-Sieg. Es war der zweite in Folge gegen die Hessinnen, denn schon kurz nach dem Pokal-Aus in der letzten Saison revanchierten sich die FCB-Frauen gegen den FFC mit einem Sieg in der Liga (3:2).

Das Wort „Revanche“ macht jetzt in Frankfurt die Runde. „Wir haben nun die Chance, Wiedergutmachung zu betreiben“, sagte FFC-Trainer Günter Wegmann angesichts der letzten beiden Niederlagen gegen die Bayern. Doch er weiß auch, dass seine Mannschaft um die mehrfache Weltfußballerin Birgit Prinz wieder vor einer schwierigen Aufgabe steht. Beide Teams befänden sich „auf Augenhöhe“, meinte Wegmann.

FCB-Frauen selbstbewusst

Was vor allem daran liegt, dass die Münchnerinnen aufgeholt haben. „Wir werden bis zum Schluss um die Meisterschaft mitspielen. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Mannschaft das drauf hat“, sagte Wörle, der seit Sommer auf dem Trainerstuhl beim FCB sitzt. „Sissy Raith hat mir eine intakte Mannschaft hinterlassen. Man musste nicht viel verändern.“

Wörles Arbeit wird besonders im Defensivverhalten sichtbar. „Da konnten wir uns sehr stark verbessern“, sagte Abwehrspielerin Bianca Rech. „Ein Gegentor in sechs Spielen - das ist im Frauenbereich grandios“, betonte Wörle, der mit seiner Mannschaft jetzt selbstbewusst in das Pokalduell mit dem erfolgreichsten Frauenklub Deutschlands gehen kann. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, auch am Sonntag.“

Übrigens: Tickets für den Pokalknaller sind am Sonntag in Aschheim zu folgenden Preisen an der Tageskasse erhältlich:

  • Erwachsene: 6 Euro
  • 12- bis 16-Jährige: 4 Euro
  • Unter 12 Jahren ist der Eintritt frei.

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