präsentiert von
Menü
Wiedersehen mit dem FCB

Görlitz und Celozzi kämpfen um einen Platz

Vor eineinhalb Jahren spielten sie noch zusammen in einer Mannschaft für den FC Bayern II, jetzt liefern sich Andreas Görlitz und Stefano Celozzi vor dem Wiedersehen mit dem deutschen Rekordmeister einen Konkurrenzkampf im KSC-Trikot. Nach dreimonatiger Verletzungspause (OP am Sprunggelenk) drängt der vom FCB ausgeliehene Görlitz auf sein Comeback, doch der im Sommer nach Karlsruhe gewechselte Celozzi will den Posten rechts in der Viererkette nicht räumen. „Kampflos werde ich meinen Platz nicht hergeben“, sagte der 19-Jährige vor dem Bundesliga-Duell zwischen dem KSC und dem FCB am Samstag.

„Wenn er das täte, dann wäre er kein Bundesligaspieler geworden“, meinte Görlitz voller Verständnis. Dennoch geht der zweimalige Nationalspieler, der seit 2007 als Bayern-Leihgabe bei den Badenern spielt, fest von einem Einsatz am Samstag aus. Seine Erfahrung hält Görlitz für den entscheidenden Vorteil. „Fakt ist, dass es sehr schwer wird gegen die Bayern. Die stehen mächtig unter Druck“, urteilte der 26-Jährige, der während der Länderspielpause in zwei Testspielen erstmals wieder je 90 Minuten durchspielte.

Selbstbewusster Celozzi

Auf einen ernsthaften Gegner stößt Görlitz seit Saisonstart aber auch im eigenen Team. Nach seinem Ausfall warf KSC-Trainer Edmund Becker den jungen Celozzi ins kalte Wasser der Bundesliga. Der spielte prompt unbekümmert auf und zeigte in seinen bisherigen sechs Partien wenig Respekt vor großen Namen. Auch vor den Bayern hat Celozzi keine Angst. „Ich glaube den Druck haben die, nicht wir“, sagte der gebürtige Günzburger. „Wir können locker in dieses Spiel gehen. Deutschlandweit rechnen wohl nicht viele damit, dass wir die Bayern schlagen können.“

Obwohl nur 1,71 Meter groß, hat es Celozzi schon früh verstanden, sich durchzusetzen. Nachdem er im Sommer 2005 vom SSV Ulm ins junior team des FC Bayern gewechselt war, war er eigentlich für die U19 eingeplant, doch da diese noch pausierte, wurde er zum Training der zweiten Mannschaft geschickt. Für Trainer Hermann Gerland stand schnell fest: Den gebe ich nicht mehr her!

Görlitz UND Celozzi?

Als 16-Jähriger wurde er sofort Stammspieler beim FCB II und blieb es insgesamt drei Jahre lang. 2008 nutzte er dann die Chance, in Karlsruhe Bundesligaluft zu schnuppern. Wenn es jetzt zum Wiedersehen mit dem FC Bayern kommt, spürt Celozzi schon einen etwas erhöhten Blutdruck. „Man sieht das vielleicht nicht, aber ich bin schon ein bisschen nervös“, verriet er. Sein Ziel für Samstag? „Ich würde mir auf jeden Fall ein Tor gegen die Bayern wünschen.“

Hilfsdienste könnte ihm dabei sogar Rivale Görlitz leisten. Denn warum sollten beide nicht zusammen auflaufen? „Wir könnten doch wieder beide gemeinsam spielen“, schlug Celozzi vor. Bei dieser Variante würde der Jüngere ins Mittelfeld vorrücken und Görlitz ihn absichern. Görlitz ist begeistert: „Das haben wir beim FC Bayern II auch schon gemacht.“

Weitere Inhalte