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Ribéry spricht Deutsch

'Ich bin vielleicht bei 85 Prozent'

Den ersten Zweikampf hat Franck Ribéry vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt schon gewonnen. Den mit der deutschen Sprache. Angestachelt von neugierigen Reportern beantwortete der Franzose auf seiner Pressekonferenz am Dienstag erstmals mehrere Fragen komplett auf Deutsch. „Besser, aber nicht perfekt“, so beschrieb er seine Sprachkenntnisse nach 16 Monaten in Deutschland.

Mit klaren Sätzen brachte der am Ball so verspielte Dribbler auf den Punkt, worum es für den Rekordmeister am Mittwochabend in Frankfurt geht. „Die drei Punkte sind wichtig für die Mannschaft“, sagte der 25-Jährige. „Bremen spielt gegen Leverkusen, Hamburg gegen Stuttgart.“ Da könne der FC Bayern in der Tabelle wieder einen Schritt nach oben machen. Wann denn der Rekordmeister auf Platz eins stehe, wurde Ribéry gefragt. Seine Antwort: „Vielleicht Samstag.“

Vor laufenden Kameras präsentierte der Franzose das in den letzten Spielen neu erstarkte Mia-san-mia-Gefühl des FC Bayern. „Wir sind noch nicht so gut wie letzte Saison. Aber die drei Siege gegen Karlsruhe, Florenz und Wolfsburg waren super fürs Selbstvertrauen“, sagte er und wechselte dann doch ins Französische: „Auch körperlich fühlen wir uns alle besser. Wir nehmen jetzt Fahrt auf.“

Parallel zur gesamten Mannschaft kam auch Ribéry in den letzten Spielen immer besser in Schwung. Sieben Einsätze, davon drei über 90 Minuten, hat er nach drei Monaten Verletzungspause inzwischen absolviert, gegen Wolfsburg gelang im am Samstag sein erstes Saisontor. „Es geht mir sehr gut“, erzählte Deutschlands Fußballer des Jahres, „ich bin jetzt vielleicht bei 85 Prozent. Ich muss jetzt nur noch den letzten Schritt machen.“

Klinsmann froh

„Besessen“ arbeite der Franzose im Training daran, wieder ganz der Alte zu werden, berichtete Jürgen Klinsmann. „Er ist unglaublich ehrgeizig. Jedes Spiel, jedes Training bringt ihn weiter voran.“ Für den FCB-Trainer ist Ribéry aber schon jetzt ein entscheidender Baustein im Team. „Es ist sehr, sehr wichtig für uns, dass Franck ins Rollen kommt“, betonte Klinsmann die Bedeutung von Ribérys „Kreativität und Spielwitz“ für das Spiel des Rekordmeisters.

Diese Eigenschaften werden auch in Frankfurt wieder gefragt sein. „Die werden hinten drin stehen und versuchen, über Konter und Standardsituationen zu Toren zu kommen. Gegen solche Mannschaften ist es immer schwierig“, meinte Ribéry. Einzelaktionen oder ein Geistesblitz des französischen Dribblers könnten daher spielentscheidend sein. Ribéry ist überzeugt: „Wir müssen das erste Tor machen, dann wird es leichter.“

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