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Aufwärtstrend fortsetzen!

In Frankfurt geht's 'richtig zur Sache'

An der Frankfurter Börse gab es am Dienstag endlich wieder ein paar entspannte Gesichter unter den Brokern zu sehen. Nach Tagen teils massiver Kursstürze konnten immerhin knapp die Hälfte aller DAX-Werte ein (leichtes) Plus vermelden. Ob damit die Trendwende eingeleitet wurde, bleibt in den nächsten Tagen abzuwarten.

Ähnlich verhält es sich mit der Situation des FC Bayern. Nach holprigem Start in die neue Bundesligasaison hat sich die Mannschaft von Jürgen Klinsmann nach zuletzt zwei Siegen wieder in die Nähe der Tabellenspitze herangearbeitet, am Börsenplatz Frankfurt will der Rekordmeister nun den positiven Trend fortsetzen. „Wir sind dabei, immer mehr Boden gutzumachen. In Frankfurt wollen wir den nächsten Schritt machen“, sagte Chefcoach Klinsmann vor dem Spiel bei Eintracht Frankfurt (Mittwoch ab 19.45 Uhr im Liveticker und im FCB.tv-Webardio).

Von Platz elf auf fünf sind die Bayern am letzten Spieltag geklettert, schön möglichst bald wollen sie wieder den „Platz an der Sonne“ erobern. „Unser Ziel lautet, so schnell wie möglich wieder oben zu sein“, sagte Klinsmann, der ebenso wie Manager Uli Hoeneß die Herbstmeisterschaft anstrebt: „Wir geben uns alle Mühe, jeden Wunsch vom Uli zu erfüllen.“ Drei Punkte in Frankfurt wären dazu fast schon ein Muss.

Klinsmann erwartet gegen die wiedererstarkten Hessen allerdings ein echtes „Kampfspiel.“ Mit zwei Siegen in Folge - beide Male nach Rückstand - haben Friedhelm Funkel und seine Mannschaft den Tabellenkeller vorerst verlassen und werden den Bayern mit viel Selbstvertrauen entgegentreten. „Gegen Frankfurt wird es noch schwieriger als gegen Wolfsburg. Das ist eine kämpferisch starke Mannschaft, die werden unser Spiel zerstören wollen“, sagte Borowski, der das richtige Rezept aber zu kennen glaubt: „Da müssen wir noch mehr Laufbereitschaft, Siegeswillen und Hunger auf die drei Punkte an den Tag legen, damit wir unsere kleine Serie fortführen können.“

„Wir müssen mit der richtigen mentalen Einstellung da reingehen, und bereit sein, alles abzurufen“, forderte Klinsmann von seiner Mannschaft in der in dieser Saison erstmals ausverkauften Commerzbank-Arena. Dass die Eintracht ohne elf verletzte Spieler praktisch mit dem letzten Aufgebot den Rekordmeister empfangen wird, ist für den Bayern-Coach nicht von Bedeutung. „Egal, wer bei Frankfurt auf dem Platz steht: Die werden über sich hinauswachsen. Wir dürfen nicht überrascht sein, wenn es da richtig zur Sache geht.“

Klinsmann muss in Frankfurt weiterhin auf Luca Toni und Philipp Lahm sowie die beiden langzeitverletzten Hamit Altintop und Willy Sagnol verzichten. Wie er die linke Abwehrseite besetzten wird, ob mit Christian Lell wie in der ersten Halbzeit gegen Wolfsburg, mit Zé Roberto wie im zweiten Abschnitt gegen die „Wölfe“ oder ob gar eine Rückkehr zur Dreierkette in der Abwehr erfolgt, ließ Klinsmann offen. „Das erfahrt ihr knapp anderthalb Stunden vor dem Anpfiff“, sagte er am Dienstag in der Presserunde. Wie es an der Börse tendenziell weitergegangen ist, steht bis dahin bereits fest.

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