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Neue Bestmarke

Allianz Arena lässt Bayern strahlen

Als der AC Florenz vor vier Wochen in der Allianz Arena zu Gast war, schwärmte Trainer Cesare Prandelli von „einem der schönsten Stadien der Welt“, Inter Mailand plant ein Stadion nach dem Vorbild der Fröttmaninger Arena und der FC Barcelona möchte seinem Camp Nou eine leuchtende Außenfassade verpassen - ähnlich der Allianz Arena. Keine Frage: Das Stadion des FC Bayern ist zu einem Aushängeschild auf der internationalen Fußballlandkarte geworden.

Beim Heimspiel des FC Bayern gegen Energie Cottbus am Samstag wird die Allianz Arena zudem eine weitere Bestmarke setzen. Im 740. Bundesligaheimspiel des Rekordmeisters wird der 30-millionste Besucher die Stadionschranken passieren - kein anderer Bundesligist hat diese Marke bislang geknackt.

Zu 96 Prozent ausverkauft

Auch die Allianz Arena hat daran ihren Anteil: 55 der 57 Ligaheimspiele seit ihrer Eröffnung im Mai 2005 waren ausverkauft. Für die restlichen beiden Hinrundenheimspiele in der laufenden Saison gibt es ebenfalls bereits keine Karten mehr. „Wir sind nahe bei 100 Prozent Auslastung angelangt. Darauf können wir sehr stolz sein und das ist der beste Beweis dafür, dass das Invest in die Allianz Arena richtig war“, freute sich Karl-Heinz Rummenigge kürzlich auf der Jahreshauptversammlung des FCB über das Zuschauermagnet Allianz Arena.

Dabei zieht nicht nur die außergewöhnliche Stadionarchitektur die Bayern-Fans an, sondern natürlich auch das Erlebnis Heimspiel an sich. Nur vier Niederlagen musste der Rekordmeister vor eigenem Publikum in seiner Arena hinnehmen, 40 der 57 Ligaheimspiele endeten mit einem Sieg (13 Remis). In der laufenden Saison besitzt die Allianz Arena besonderen Unterhaltungswert. In keinem anderen Stadion der Bundesliga fielen bislang mehr Tore, insgesamt waren es schon 32, pro Spiel mindestens vier.

Gegentore schmecken nicht

Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass die Bayern nicht nur viele Tore geschossen, sondern auch viele kassiert haben. 14 Gegentreffer stehen in den ersten sechs Ligaheimspielen dieser Saison zu Buche, noch nie stand die Null vor eigenem Publikum. „Wir müssen mit höchster Konzentration spielen, auch mal dazwischenfegen und den Ball auf die Tribüne hauen“, forderte daher Torhüter Michael Rensing vor dem Cottbus-Spiel und verwies auf den englischen Tabellenführer FC Chelsea. „Die kassieren kaum Gegentore, weil sie immer bis zum Ende konzentriert sind.“

Cottbus ist vielleicht die beste Gelegenheit zur Besserung. Alle fünf bisherigen Heimspiele gegen die Lausitzer hat der FCB gewonnen (Torverhältnis 18:2) und dabei jeweils mindestens zwei Tore erzielt. Letzte Saison feierte der FCB in der Allianz Arena ein 5:0 gegen Energie, zuvor gewann er sogar einmal 6:0 (Februar 2002). So deutlich brauche der Sieg am Samstag gar nicht ausfallen, meinte Rensing. Sein Wunsch für Samstag lautet: „Hinten die Null und vorne mindestens die Eins.“

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