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Profis gegen Amateure

Ein Trainingsspiel mit vielen Zielen

Ein Fan war sogar 600 Kilometer gereist, nur um ihn zu sehen: Landon Donovan. Der US-Amerikaner, der noch bis Donnerstag als Gast am Training des FC Bayern teilnimmt, hatte am Mittwoch seinen persönlichen Fanklub an der Säbener Straße - und revanchierte sich dafür auf seine Weise: Beim Trainingsspiel gegen die zweite Mannschaft erzielte er den einzigen Treffer für die Profis, ein weiterer wurde wegen Abseits nicht anerkannt.

„Landon hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, meinte Klinsmann nach bislang neun Trainingstagen Donovans gegenüber fcbayern.de. „Bei der Mannschaft kam er gut an, auch als Typ.“ Noch dazu füllt der amerikanische Nationalspieler derzeit die Lücken im Kader auf, die durch die Länderspielabstellungen entstanden sind.

Angesichts von zehn abwesenden Nationalspielern und drei Verletzten (Sagnol, Altintop, Lucio) konnte Klinsmann am Mittwoch nicht einmal elf Spieler für die Partie aufbieten. Zu allem Überfluss verletzte sich Tim Borowski während des Spiels leicht und brach vorsichtshalber das Training ab. Mit einem Ausfall des Mittelfeldakteurs am Samstag gegen Cottbus rechnet Klinsmann aber nicht. Drei Amateure (Yilmaz, Ekici, Bopp) ergänzten daher das Profiteam.

Klinsmann war trotz der Personalsituation zufrieden. Wie schon eine Woche zuvor, als ein ähnliches Trainingsspiel stattfand, verfolgte er damit mehrere Ziele. „Für Spieler, die nicht so zum Zug kommen, wie Breno oder Hans Jörg Butt, ist es eminent wichtig, solche Spiele zu haben. Für sie geht es darum, ihren Rhythmus beizubehalten und einen richtigen Wettkampf über das gesamte Spielfeld haben“, erklärte der FCB-Chefcoach.

Gleichzeitig flossen auch taktische Gesichtspunkte in die Partie ein. „Wir haben daran gearbeitet, schnell herauszurücken, fast bis an der Mittellinie, und nie zu tief zu stehen, damit die Mannschaftsteile miteinander verbunden sind“, sagte Klinsmann, der auch Wert legte darauf legte, „ständig seitlich zu verschieben und, sobald wir in Ballbesitz sind, das Spielfeld breit zu machen“.

Wohltuende Pause für Lucio

Willkommene Nebeneffekte waren zudem, dass Philipp Lahm nach seiner Verletzung weiter Spielpraxis sammelte („Für ihn ist es noch Teil des Aufbautrainings.“) und dass die Spieler der zweiten Mannschaft vor Klinsmanns Augen vorspielen konnten. „So bekomme ich einen Eindruck von den Jungs von Hermann Gerland“, erzählte der Bayern-Trainer.

Am Samstag rechnet er übrigens wieder mit Lucio, der seinen Länderspieleinsatz wegen Adduktorenproblemen absagen hatte müssen und am Mittwoch im Kraftraum trainierte. „Für ihn war es einfach wichtig, mal durchschnaufen zu können und all die Wehwehchen, die sich aufgestaut hatten, los zu werden“, sagte Klinsmann. Am Donnerstag soll der Brasilianer wieder mit der Mannschaft trainieren.

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