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Minimalziel Unentschieden

FC Bayern visiert CL-Achtelfinale an

Auch ohne den weiter angeschlagenen Stürmerstar Luca Toni will der FC Bayern bei dessen Ex-Klub AC Florenz die Erfolgsserie der letzten Wochen fortsetzen und dem Achtelfinale in der Champions League einen großen Schritt näher kommen. „Wir gehen nach Florenz, um auf keinen Fall zu verlieren. Ein Punkt wäre ein bedeutender Schritt in Richtung nächste Runde“, sagte Karl-Heinz Rummenigge am Dienstagmorgen vor dem Abflug des Bayern-Trosses in die Toskana.

Mindestens Unentschieden lautet das erklärte Ziel des Vorstandschefs für das erste Spiel des FC Bayern in Florenz überhaupt (Mittwoch ab 20.30 im Liveticker und im Webradio). Ein Großteil der Mannschaft will sich damit aber nicht zufrieden geben und nach fünf Pflichtspielsiegen in Folge das halbe Dutzend voll machen. „Wir gewinnen momentan unsere Spiele, wir sind gut drauf und deswegen glaube ich, dass wir morgen drei Punkte holen“, sagte Bastian Schweinsteiger. „Ein Punkt würde uns reichen, aber wir möchten gewinnen“, betonte auch Franck Ribéry vor seinem ersten Auswärtsspiel in der „Königsklasse“.

3:0 im Hinspiel

Als souveräner Tabellenführer der Vorrundengruppe F ist der Rekordmeister mit knapp einer Stunde Verspätung über Pisa nach Florenz angereist. Im günstigsten Fall könnten die Bayern schon am Mittwochabend beim Bankett im Mannschaftshotel auf den Einzug in die K.o.-Runde anstoßen - dann nämlich, wenn im zweiten Spiel Olympique Lyon gegen Steaua Bukarest nicht verliert und man selbst im Stadio Artemio Franchi drei Punkte einfährt. „Ich gehe davon aus, dass wir den Einzug klarmachen“, sagte ein selbstbewusster Schweinsteiger. Rummenigge rechnet damit aber noch nicht.

Einig waren sich alle Beteiligten, dass dies „ein schweres Spiel gegen einen starken Gegner“ wird, wie nicht nur der Italiener Massimo Oddo aus eigener Erfahrung in der Serie A weiß. Das Hinspiel in der Allianz Arena vor 14 Tagen gewannen die Bayern zwar mit 3:0, „aber Florenz hätte da genauso viele Tore schießen können wie wir“, erinnerte Kapitän Mark van Bommel an ein lange Zeit offenes Spiel, in dem Florenz einige beste Torchancen nicht nutzte. „Das Ergebnis lügt“, hatte Alberto Gilardino damals gesagt.

Nach nur zwei Punkten aus den ersten drei Spielen ist für Florenz die Partie gegen den FCB fast schon die letzte Chance, doch noch das Achtelfinale erreichen zu können. „Florenz steht mit dem Rücken zur Wand“, sagte Rummenigge. „Die Fiorentia muss angreifen“, erwartet Jürgen Klinsmann deshalb eine andere Konstellation für seine Mannschaft als in der Bundesliga. „Es wird viel Arbeit auf uns zukommen.“ Besonders in der Defensive. „Wichtig ist, dass wir clever spielen und die Chancen, die wir zweifelsohne bekommen werden, eiskalt ausnützen“, forderte Rummenigge volle Konzentration in allen Mannschaftsteilen. „Es wird ein schwierige Aufgabe, aber so was braucht der FC Bayern“, sagte Schweinsteiger.

Personell hat Klinsmann die gleichen Möglichkeiten wie zuletzt. Neben den langzeitverletzten Hamit Altintop und Willy Sagnol fehlen weiterhin auch Philipp Lahm und Toni, der damit nicht an alter Wirkungsstätte sein Können unter Beweis stellen kann. „Luca fehlt uns sehr, wir hätten ihn gerne dabei gehabt“, sagte Klinsmann. Ob der Bayern-Coach trotz des Ausfalls des einstigen Fiorentina-Torjägers mit zwei Spitzen stürmen lässt oder wie in der ersten Hälfte gegen Bielfeld auf ein 4-2-3-1-System vertraut, ist noch offen.

'Eine bessere Mannschaft'

Für Klinsmann, aber auch für die deutschen Nationalspieler Podolski, Schweinsteiger, Tim Borowski und Miroslav Klose ist dieses Spiel auch die Rückkehr an den Ort einer der schmerzhaftesten Niederlagen. Am 1. März 2006 unterlag der damalige Bundestrainer Klinsmann mit dem DFB-Team in Florenz gegen Italien mit 1:4. „Das war eine Erfahrung, die man mitmachen musste zu dem Zeitpunkt. Aber das hat mit dem Spiel morgen nichts zu tun“, sagte der 44-Jährige lächelnd. „Nun ist es ein Spiel mit dem FC Bayern, auf das wir uns freuen.“ Und Rummenigge betonte: „Das war eine andere Mannschaft. Diesmal gibt es eine bessere Mannschaft.“

Für fcbayern.de in Florenz: Dirk Hauser

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