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'Werden immer stärker'

FCB bestens gerüstet für Hoffenheim

Hoffenheim kann kommen! Durch einen meisterlichen Auftritt beim 2:0 (0:0)-Sieg bei Mitkonkurrent Bayer Leverkusen hat sich der FC Bayern erstmals seit dem 4. Spieltag wieder auf Platz zwei der Tabelle vorgeschoben - und bei Uli Hoeneß vor dem Duell mit Spitzenreiter Hoffenheim alte Angriffslust geweckt. „Wir haben Leverkusen auf den Boden zurückgeholt, das hat ja schon Tradition. Aber jetzt kommt das Spiel der Spiele. Wir sind gut gerüstet“, eröffnete der Bayern-Manager noch in den Katakomben der BayArena das verbale Vorspiel für das nächste Spitzenspiel.

Am kommenden Freitag erwarten die Münchner Titelverteidiger den Sensations-Aufsteiger aus dem Kraichgau zum Kräftemessen in der ausverkauften Allianz Arena. „Wir haben Respekt, aber keine Angst. Schließlich sind wir der FC Bayern“, sagte Bastian Schweinsteiger. Hoeneß kann die Begegnung kaum noch abwarten: „Jetzt wollen wir Hoffenheim schlagen. Wir werden sehen, wer momentan die bessere Mannschaft ist.“

Die Frage nach der besseren Mannschaft beim Spiel in Leverkusen war leicht zu beantworten. „In den ersten 20 Minuten hatten wir ein bisschen Probleme, da war Leverkusen sehr stark. In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel dann kontrolliert, da waren die Tore nur noch eine Frage der Zeit“, sagte FCB-Coach Jürgen Klinsmann. Sein Leverkusener Pendant lieferte nach dem Schlusspfiff eine ähnliche Spielanalyse. „Wir haben schon nach 25 Minuten das Kräftemessen verloren. Bayern hat verdientermaßen gewonnen“, sagte Bruno Labbadia nach der achten Niederlage der Werkself gegen den Rekordmeister in Folge.

An diesem Nachmittag verdienten sich die Bayern den Sieg dank einer weitestgehend souveränen Vorstellung in der Defensive und ihrer individuellen Klasse in der Offensive. Mit seiner einzigen Chance im ganzen Spiel brachte Luca Toni („Das lief heute ein wenig glücklich für mich") die Bayern nach gut einer Stunde in Führung. Sturmkollege Miroslav Klose erhöhte in der 82. Minute eiskalt zum 2:0. An der Vorbereitung zu den Toren war neben den starken Philipp Lahm und Zé Roberto wieder einmal Wirbelwind Franck Ribéry maßgeblich beteiligt.

„Ribèry ist wieder in Bestform. Das sieht man natürlich, wenn man so einen Mann in seinen Reihen hat, der immer wieder überraschende Momente drin hat und für Unruhe beim Gegner sorgt. Das ist natürlich ein enormer Trumpf“, sagte Klinsmann. Aber nicht nur der im Sommer lange Zeit verletzte Ribéry näherte sich in den letzten Wochen immer mehr der Bestform. Durch das 2:0 in Leverkusen sind die Bayern nun schon seit 13 Pflichtspielen ohne Niederlage, in der Bundesliga holten sie zuletzt 23 von 27 möglichen Punkten.

„Die Jungs haben Spaß und sind fit. Es hat ein bisschen gedauert, bis wir ins Rollen geraten sind“, meinte Klinsmann. „Aber so langsam merkt die Mannschaft, dass das alles fruchtet. Es macht Spaß, der Mannschaft zuzuschauen.“ Dass Klinsmanns Philisophie immer mehr umgesetzt wird, bestätigte Linksverteidiger Philipp Lahm. „Der Trainer hat am Anfang vieles infrage gestellt - was gut ist, um sich weiterzuentwickeln - und jetzt bekommen wir Antworten. Welches System spielt man, welche Spieler passen zur Philosophie“, sagte der Nationalverteidiger. „Wir haben in der Mannschaft einen Kern gefunden, und das hat Auswirkungen darauf, dass wir nun erfolgreich Fußball spielen.“

„Wir sind gut drauf, machen unsere Tore und holen die drei Punkte. Wir werden von Spiel zu Spiel besser, das ist ein gutes Gefühl“, sagte Bastian Schweinsteiger. Und der immer sicherer wirkende Keeper Michael Rensing stellte fest: „Ich denke schon, dass wir heute an alte Zeiten angeknüpft haben. Wir kommen immer besser in Fahrt und werden immer stärker.“ Die neue alte Bayern-Stärke soll nun auch der Spitzenreiter zu spüren bekommen. Hoffenheim kann kommen!

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