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'Es hat alles gepasst'

FCB für Endspurt gerüstet

Der Kampf um die Herbstmeisterschaft geht weiter. Eine Woche nach dem „Betriebsunfall“ bei Borussia Mönchengladbach setzte der FC Bayern seine Aufholjagd in der Bundesliga mit einem standesgemäßen 4:1 (2:1)-Heimerfolg gegen Energie Cottbus fort und schickte vor den „Wochen der Wahrheit“ (Uli Hoeneß) eine klare Kampfansage an die Konkurrenten aus Leverkusen und Hoffenheim.

„Wir kommen langsam da hin, wo wir hinkommen wollen“, sagte Trainer Jürgen Klinsmann nach dem achten ungeschlagenen Spiel seiner Mannschaft in Folge. „Wir machen nach wie vor Druck auf die Zwei vor uns und haben die Herbstmeisterschaft weiter im Visier. Wir haben jetzt die direkten Vergleiche mit Leverkusen und Hoffenheim vor uns. Dann sind wir gespannt, wie es Mitte Dezember ausschaut.“

Vorher jedoch steht für den Rekordmeister am kommenden Dienstagabend die Champions-League-Partie gegen Steaua Bukarest auf dem Programm, für die sich der FCB gegen den in allen Belangen unterlegenen Tabellenletzten schon in Spiellaune präsentierte. „Es hat alles gepasst - bis auf das Ausnützen von Chancen. Wir hätten uns ein paar Tore mehr gewünscht“, meinte Klinsmann nach einem Schlusspfiff.

33:10 Torschüsse wies die Statistik zugunsten der Gastgeber aus, allein Luca Toni versuchte sich 13 Mal. Bayern-Manager Hoeneß zeigte sich dennoch zufrieden darüber, dass am Ende „nur“ vier Treffer für seine Mannschaft zu Buche standen. „Nach dem 4:1 haben sie langsamer gemacht, weil sie wissen: Jetzt geht's zum Endspurt, da muss man die Kräfte etwas schonen.“

Zunächst aber mussten die Münchner trotz drückender Überlegenheit einem Rückstand hinterherlaufen. Ervin Skela (25. Minute) brachte die Gäste überraschend in Führung. „Das war ein bisschen verkehrte Welt“, sagte Bastian Schweinsteiger, und Klinsmann meinte: „Das war ärgerlich, weil es schon 2:0, 3:0 hätte stehen können. Aber es hat uns nicht beunruhigt, weil wir wussten: Wenn wir das Tempo hoch halten, bekommen wir unsere Torchancen und können es Schritt für Schritt umdrehen.“

Und genauso kam es: Der überragende Franck Ribéry (29.) mit einem „Traumfreistoß“ (Klinsmann) und Innenverteidiger Martin Demichelis (38.) brachten den FCB noch vor der Halbzeitpause auf die Siegerstraße. „Die Mannschaft hat nach dem Rückstand gut reagiert und hat sofort die zwei Tore gemacht“, lobte Hoeneß. Miroslav Klose (54.) und Luca Toni (59.) machten vor 69.000 Zuschauern in der Allianz Arena nach dem Seitenwechsel dann alles klar.

„Wir wollten nicht irgendwie gewinnen, sondern souverän. Schon in der ersten Halbzeit sind wir so aufgetreten, wie wir uns das vorstellen. Das war gut. Wir haben schnell nach vorne gespielt, hinten wenig zugelassen und haben uns etliche Torchancen erarbeitet“, war auch Philipp Lahm zufrieden mit der Leistung gegen die Lausitzer. „Unser Ziel ist es, die Spiele bis zur Winterpause alle zu gewinnen. Dann werden wir ganz oben stehen.“

„Die Mannschaft gewinnt immer mehr an Format und Stärke. Wir sind jetzt seit knapp zwei Monaten ungeschlagen. Und irgendwann werden die anderen Federn lassen und wir ziehen an ihnen vorbei“, ist Klinsmann sicher, früher oder später die Früchte seiner Arbeit einzufahren und die Tabellenspitze zu übernehmen. Vielleicht ja schon nach den nächsten beiden Partien in Leverkusen und gegen Hoffenheim.

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