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'Können mehr als stolz sein'

FCB wieder mit Rekordumsatz und Gewinn

Sportlich war die Saison 2007/08 mit dem Gewinn des Doubles ein voller Erfolg und auch finanziell kann der Rekordmeister auf ein sehr positives Jahr zurückblicken. Obwohl der FCB im zurückliegenden Geschäftsjahr (01. Juli 2007 bis 30. Juni 2008) nicht in der Champions League, sondern „nur“ im UEFA-Cup antrat, verbuchte er einen Rekordumsatz und erwirtschaftete „einen zufriedenstellenden Gewinn“, wie Vorstand Karl Hopfner auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend vor 1.695 anwesenden Mitgliedern im prall gefüllten Festsaal im Paulaner am Nockherberg berichtete.

Der Umsatz der FC Bayern München AG stieg gegenüber der alten Bestmarke aus dem Vorjahr (225,8 Millionen Euro) um 27 Prozent und beläuft sich auf 286,8 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern beträgt 2,1 Millionen Euro (Vorjahr: 18,9 Mio. Euro), dabei wurde das Ergebnis durch eine Verlustübernahme der Allianz Arena München Stadion GmbH in Höhe von 7 Millionen Euro belastet. Das operative Ergebnis (Ebitda) weist 42,0 Millionen Euro (Vorjahr: 53,5 Millionen Euro) aus, das Eigenkapital der FC Bayern München AG beträgt 176,0 Millionen Euro (Vorjahr: 175,9 Millionen Euro).

„Wir haben 16 Jahre in Folge profitabel gewirtschaftet. Es war ein großer Kampf, den wir letztes Jahr zu bestehen hatten. Trotzdem waren wir wieder profitabel“, meinte Karl-Heinz Rummenigge angesichts der fehlenden Einnahmen aus der Champions League, die aber unter anderem durch eine lukrative TV-Eigenvermarktung in den ersten Runden des UEFA-Cups aufgefangen werden konnten. Auch Hopfner freute sich über das positive Ergebnis: „Wir können mehr als stolz sein.“

Die meisten Einnahmen stammten im zurückliegenden Geschäftsjahr aus dem Bereich Sponsoring und Vermarktung (74,3 Millionen Euro, Rummenigge: „Der FC Bayern ist im Sponsoring nach wie vor einer der erfolgreichsten Klubs der Welt.“), gefolgt von den Posten Spielbetrieb (69,4 Millionen Euro) sowie TV- und Hörfunkvermarktung (49,4 Millionen Euro).

„Stolz“ war Rummenigge besonders auf die „phantastische Entwicklung“ im Merchandising. 41,1 Millionen Euro erwirtschaftete der FCB aus diesem Bereich, das ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr (32,3 Millionen Euro) um 27 Prozent. „Das sind großartige Zahlen“, sagte der FCB-Vorstandsvorsitzende. Positiv zu Buche schlugen im vergangenen Geschäftsjahr aber auch außergewöhnlich hohe Einnahmen aus Spielertransfers (33,1 Millionen Euro). Größter Brocken auf der Ausgaben-Seite war der Bereich Personalaufwendungen, der sich mit 153,0 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (106,1 Millionen Euro) weiter vergrößert hat.

Erstmals wurde auf der Jahreshauptversammlung zudem das Ergebnis des Konzerns FC Bayern München AG (Konsolidiert FC Bayern München AG und Allianz Arena München Stadion GmbH) ausgewiesen. Der Gewinn ist identisch mit dem der FC Bayern München AG (2,1 Millionen Euro nach Steuern), der Umsatz beläuft sich auf 328,4 Millionen Euro - „eine wahrlich stolze Zahl“, meinte Hopfner, „erstmals in der Geschichte haben wir die Schallmauer von 300 Millionen Euro überwunden.“

Dass nicht nur Konzern und AG von den Rekordzahlen profitieren, sondern auch das Gemeinwesen, davon zeugt das Steueraufkommen des FC Bayern im zurückliegenden Geschäftsjahr. Insgesamt wurden 96,6 Millionen Euro an Kommunen, Land und Bund abgeführt, „das heißt also von jedem eingenommenen Euro rund ein Drittel“, sagte Hopfner. „Diese Zahl zeigt, was der FC Bayern für das Gemeinwohl tut.“

Zufriedenstellend fiel auch der Finanzbericht des FC Bayern München e.V. aus, den Dr. Fritz Scherer vortrug. „Das Ergebnis ist erfreulich“, sagte der Vizepräsident angesichts von rund 1,6 Millionen Euro Gewinn. „Dem Verein geht es sehr gut, wir haben eine solide Basis.“ Dies gilt auch für die Mitgliederzahlen, die für weitere Bestmarken sorgten. Insgesamt zählte der FC Bayern zum Bilanz-Stichtag am 30. Juni 2008 147.072 Mitglieder (Vorjahr: 135.752), die Anzahl der Fanklubs stieg von 2.329 auf 2.437 mit 176.976 Fanklubmitgliedern (Vorjahr: 164.580).

'Qualität statt Quantität'

Angesichts stetig steigender Zahlen in allen Bereichen blickt der Rekordmeister zuversichtlich in die Zukunft. „Auch in der laufenden Saison werden wir ein positives Ergebnis erzielen“, kündigte Hopfner an. Rummenigge betonte, auch weiterhin „keine finanziellen Abenteuer“ eingehen zu wollen. Die Mannschaft werde „punktuell“ verstärkt werden, ganz nach dem Motto: „Qualität vor Quantität. Lieber ein Ribéry mehr als drei Spieler zu viel - das wird der Stil der Zukunft sein beim FC Bayern. Ich bin überzeugt, dass dieser Stil erfolgreich sein wird.“ Denn: „Der FC Bayern ist ein total seriös und solide geführter Klub.“

Präsidiumswahlen standen am Freitagabend nicht auf der Tagesordnung. Der seit 1994 amtierende Präsident Beckenbauer ist noch bis 2009 gewählt.

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