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Bangen um Schweinsteiger

Florenz in den Knochen, Schalke im Kopf

Kaum hatte der Tross des FC Bayern wieder Münchner Boden unter den Füßen, da richtete sich der Blick schon wieder nach vorne. Das 1:1-Unentschieden im Champions-League-Gruppenspiel beim AC Florenz lag kaum 15 Stunden zurück, spielte nach der Rückkehr aus der Toskana aber kaum noch eine Rolle. Denn bereits am Sonntag steht beim FC Schalke 04 das nächste schwere Spiel auf dem Programm, in dem der Rekordmeister seine Bundesliga-Aufholjagd fortsetzen will.

„Wir sind heiß und voller Selbstvertrauen im Hinblick auf das Spiel an Sonntag“, sagte Florenz-Torschütze Tim Borowski nach einem „intensiven Spiel, das sehr viel Kraft gekostet hat.“ Zum fünften Mal in den vergangenen sechs Spiele konnte der FCB ein Halbzeit-Ergebnis noch wenden, nicht zuletzt auch Dank Tim Borowski. In Florenz spielte der frühere Bremer zum dritten Mal in Folge durch und trug sich zum sechsten Mal in einem Pflichtspiel in die Torschützenliste ein.

Borowski topfit

„Ich fühle mich fit, das spielt eine ganz entscheidende Rolle“, so der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler. Dank optimaler körperlicher Voraussetzungen „komme ich in diese Situationen im Strafraum rein“, erklärte Borowski seinen Torriecher. „Ich steh' einfach im Moment immer goldrichtig.“ Das brachte ihm auch ein dickes Lob von Trainer Jürgen Klinsmann ein. „Tim entwickelt sich mehr und mehr zu einem sehr wichtigen Spieler für uns.“

Als „hilfreich“ bezeichnete der gebürtige Neubrandenburger seine bisherigen Treffer, sowohl für die Mannschaft als auch besonders für sich selbst, um nach dem Wechsel „zum großen FC Bayern“ besser Fuß zu fassen. Klinsmann: „Er musste sich umstellen und auch realisieren, dass beim FC Bayern der Kader doppelt besetzt ist mit lauter Nationalspielern. Hier muss er um seinen Platz kämpfen, ist nicht gesetzt, wie er es in Bremen war.“

Dreier wäre Gold wert

Schon länger Fuß gefasst und in dieser Saison richtig durchgestartet ist Bastian Schweinsteiger. Der 24-Jährige, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, war gegen Florenz allerdings früh gehandicapt. Bei einem Zweikampf in der Anfangsphase zog sich „Schweini“ eine schmerzhafte Schienbeinprellung zu und bangt nun um seinen Einsatz in Gelsenkirchen.

„Wie es für das Wochenende aussieht, weiß ich nicht“, meinte Schweinsteiger, ehe er sich in die Obhut der medizinischen Abteilung begab. Wenn irgendwie möglich, will er aber gegen die „Königsblauen“ auflaufen. „Ich will im Topspiel spielen. Ich spüre einen entscheidenden Moment in der Liga“, sagte er und fügte an: „Wenn wir einen Dreier nachlegen, wäre das Gold wert.“ Wäre nicht das Schienbein gewesen, Florenz wäre längst vergessen.

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