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Karl Hopfner im FCB.tv-Chat

'Geschafft hat alles die Mannschaft'

Die Fans des FC Bayern kannten keine Gnade mit Karl Hopfner. Das Vorstandsmitglied des FC Bayern, unter anderem zuständig für den Bereich Finanzen, stand am Dienstagmittag im Chat bei FCB.tv Rede und Antwort - und zwar fast 30 Minuten lang. Unzählige Fragen erreichten den 56-Jährigen, der seit mittlerweile 25 Jahren die Geschicke des deutschen Rekordmeisters mitlenkt. fcbayern.de hat die interessantesten Fragen und Antworten zusammengestellt.

Karl Hopfner über…

…die positive Bilanz im vergangenen Geschäftsjahr: „Geschafft hat das die Mannschaft, die ins Halbfinale des UEFA-Pokals und ins DFB-Pokal-Endspiel gekommen ist. In der Saisonplanung rechnen wir immer nur mit Minimalzielen, das heißt: In der Bundesliga wollten wir unter die ersten Zwei kommen, im UEFA-Cup wollten wir die Gruppenphase überstehen und im DFB-Pokal ist nur die erste Runde kalkulierbar. Da die Mannschaft aber erfolgreicher war, gab es Zusatzeinnahmen. Wir konnten auch einen sehr guten TV-Vertrag im UEFA-Pokal abschließen und hatten enorme Transfererlöse von über 33 Millionen Euro. Der AG-Gewinn wäre mit 11,1 Millionen Euro sogar noch wesentlich höher gewesen, aber wir haben ja im ersten vollen Jahr die Allianz Arena München Stadion GmbH konsolidiert, das heißt: Wir haben einen Ergebnisabführungsvertrag und der Verlust der Stadion GmbH von 7 Millionen Euro spielt in die AG-Bilanz hinein. Deshalb bleiben 4,1 Millionen Euro Gewinn vor Steuern übrig. Damit können wir sehr gut leben.“

…künftige Top-Transfers des FC Bayern: „In der Saison 2007/08 haben wir gewaltige Investitionen getätigt. Wir haben das ServiceCenter gebaut, hatten Renovierungsarbeiten im Lizenzspielerbereich und auf der gesamten FCB-Anlage, wo wir zum Beispiel zwei neue Fußballfelder gebaut haben. All das schmälert natürlich unser so genanntes Festgeldkonto. Wir können aber klipp und klar sagen, dass wir in der AG keinerlei Schulden oder Bankverbindlichkeiten haben und noch ein kleiner Restposten vorhanden ist.“

…die Baukosten für das Leistungszentrum: „Man kann nicht pauschal sagen, wie viel das Leistungszentrum gekostet hat. Die gesamte Anlage wurde 1990 gebaut und nach 18 Jahren war es einfach notwendig, Renovierungen vorzunehmen. Im Zuge dieser Renovierungen haben wir dann einige Umbauten und Verbesserungen vorgenommen, die zeitgemäß sind. Insgesamt kann man die Hausrenovierung mit 5 Millionen Euro beziffern - für das ServiceCenter, das Leistungszentrum, die Sanierung des Altgebäudes und die Außenanlagen.“

…mögliche Investoren beim FC Bayern: „Wir im Vorstand sind strikt dafür, dass der Mutterverein, also der FC Bayern München e.V., mindestens 50 Prozent plus 1 Anteil an der FC Bayern München AG behält, so dass kein Fremder die Majorität über den FC Bayern gewinnen kann.“

…die Allianz Arena: „Der Stadion-Bau kostete circa 340 Millionen Euro, mittlerweile haben wir schon über 70 Millionen Euro getilgt. Aber die Verträge sind langfristig über 25 Jahre abgeschlossen.“

…seine Anfänge beim FC Bayern 1983: „Damals gab es nur zwei leitende Angestellte: Uli Hoeneß und mich. Es waren zwölf Mitarbeiter da und der Umsatz lag bei circa 12 Millionen Euro. Die sensationelle Entwicklung in den Bereichen Umsatz, Gewinn und Mitglieder war damals nicht absehbar. Inzwischen ist alles größer geworden, aber auch die Mentalität hat sich geändert. Vor 25 Jahren war es noch üblich, dass man am Telefon einen Transfer abschließt. Das Wort war gültig. Mittlerweile ist alles mit sehr viel Papierarbeit verbunden. Zum Beispiel war die Lizenzierung für DFL und UEFA, um national und international die Spielberechtigung zu erhalten, früher zwei Blätter dick, heute sind es zwei Ordner. Wir würden uns wünschen, dass das in anderen Ländern auch so konsequent umgesetzt wird wie in Deutschland durch die DFL, dann könnte man sicherlich einige Finanzkapriolen in anderen Ländern vermeiden.“

…seine Zukunft beim FC Bayern: „Wir haben im Vorstand alle befristete Verträge. Mein Vertrag geht bis zum 31. Dezember 2011. Dann bin ich kurz vor meinem 60. Geburtstag und man muss schauen, wie es weitergeht.“

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