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Ausleihgeschäft angedacht

Gespräche mit MLS über Donovan

Am Donnerstagnachmittag absolvierte Landon Donovan seine vorerst letzte Trainingseinheit beim FC Bayern. Seit Anfang letzter Woche nutzte der US-Nationalspieler eine Einladung von Jürgen Klinsmann, sich nach dem Meisterschaftsaus mit den Los Angelas Galaxy beim Rekordmeister fit zu halten. „Das ist eine große Gelegenheit für mich zu sehen, wie hier Fußball gespielt wird“, sagte Donovan vor ein paar Tagen über seine Zeit in München.

Schon am Freitagmorgen wird der 26-Jährige einen Flieger in seine Heimat besteigen, um dort am Wochenende anlässlich des Endspiels um die Meisterschaft der MLS (Major League Soccer) zum insgesamt fünften Mal als Fußballer des Jahres in den USA ausgezeichnet zu werden. Es könnte aber durchaus sein, dass Donovan schon bald wieder im Flugzeug sitzt. Ziel: München.

„Nachdem er sich hier sehr gut präsentiert hat, sind wir übereingekommen, dass wir Gespräche mit der MLS über eine Ausleihe ab dem 1. Januar 2009 aufnehmen“, kündigte Trainer Jürgen Klinsmann am Donnerstag vor dem Training an. Donovan habe die mündliche Zusicherung der Liga, „dass er zweieinhalb Monate in Europa spielen darf - ähnlich wie David Beckham“, führte Klinsmann weiter aus. Der englische Rekordnationalspieler, Klubkollege von Donovan bei den Galaxy, hat sich bis zum Start der neuen Saison in den USA Ende März dem italienischen Spitzenklub AC Mailand angeschlossen.

Klinsmann kann sich auch ein längeres Engagement Donovans beim FC Bayern vorstellen. „Ziel ist es natürlich zu sehen, ob wir längerfristig auf ihn zurückgreifen können – Minimum bis Saisonende“, so Klinsmann weiter. All dies hänge von den Gesprächen ab, die die Bayern-Verantwortlichen nun mit der MLS zu führen haben, sagte der Bayern-Coach. In den USA sind die Spieler vertraglich an die Liga und nicht an ihren jeweiligen Verein gebunden.

Klinsmann erhofft sich durch Donovan eine Alternative für die Bayern-Offensive. „Für mich ist es eine tolle Konstellation. Es gibt mir die Möglichkeit, mit vier Stürmern in die Rückrunde zu starten“, so der 44-Jährige, der sich wünscht, dass Donovan am zweiten Januar mit dem FC Bayern ins Wintertrainingslager aufbricht: „So haben wir es jetzt mal angedacht.“

Klinsmann berichtete, dass Donovan in den letzten Trainingstagen einen bleibenden Eindruck hinterlassen habe. Das habe er auch in Gesprächen mit einigen Spielern erfahren. „Er ist ein unglaublich schneller Spieler, der permanent Eins-gegen-eins-Situationen sucht. Er ist ein komplett anderer Stürmertyp als die, die wie hier haben“, ist der Bayern-Coach überzeugt.

Dass Donovan vor einigen Jahren es nicht geschafft hatte, sich bei Bayer Leverkusen durchzusetzen, ist für Klinsmann nicht von Bedeutung. „Er hat damals als A-Jugendspieler versucht, sich durchzuboxen. Jetzt ist er ein gestandener Topspieler, der sich mit über 100 Länderspielen einen großen Namen in Nordamerika gemacht.“ Klinsmann geht davon aus, dass die Gespräche mit der MLS über eine Ausleihe Donovans „positiv ausgehen. Und dann liegt es an ihm ab Anfang Januar zu zeigen, was er drauf hat.“ Donovan wäre der erste US-Amerikaner im Trikot des FCB.

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