präsentiert von
Menü
Tore, Tore, Tore

Toni-Klose-Ribéry sind Bayerns Antrieb

Nach 25 Minuten herrschte verkehrte Welt in der Allianz Arena. Die Bayern waren zwar gut in die Partie gegen Cottbus gestartet und hatten sich schon mehrere aussichtsreiche Torchancen erarbeitet, getroffen hatten aber die Gäste. Nach 90 Minuten war die Münchner Welt dann wieder in Ordnung. Aus dem 0:1 hatte der FCB noch ein 4:1 gemacht - einmal mehr angetrieben von einem Offensivtrio, das sieben der letzten acht Ligatreffer des FCB erzielt hat: Toni-Klose-Ribéry.

Franck Ribéry, der Unaufhaltbare
Der Franzose war einmal mehr der Farbtupfer im Spiel des FC Bayern, allein schon wegen seiner brandneuen pinken Fußballschuhe, mit denen er gegen Cottbus zum ersten Mal auflief. Spielerische Akzente setzt Ribéry aber ohnehin seit Wochen. Nachdem er bis Ende September verletzt zuschauen musste, ist er jetzt körperlich topfit und kaum zu halten. 127 Ballkontakte wurden für ihn gegen Cottbus gezählt, das ist Saisonrekord beim FCB (bisherige Bestmarke: 112, Lahm gegen Bochum), zudem erzielte er im sechsten Spiel in Folge einen Treffer - und was für einen: Aus gut 20 Metern zirkelte er den Ball genau in den Torwinkel, es war „ein Traumfreistoß“ (Jürgen Klinsmann) und der wichtige Treffer zum 1:1.

Mit sechs Saisontoren führt Ribéry die interne FCB-Torjägerliste nun zusammen mit Luca Toni an. Gegen Cottbus bereitete er zudem mit einer präzisen Flanke einen weiteren Treffer vor. „Seit er wieder gesund ist, zeigt er jedes Mal seine Weltklasse“, freute sich Klinsmann über die tolle Form Ribérys. DFB-Sportdirektor Matthias Sammer meinte nach dem Spiel: „Er ist momentan der beste Spieler der Welt.“

Luca Toni, der Torhungrige
Gegen Cottbus versuchte es der Torschützenkönig der vergangenen Saison aus allen Lagen. Am Ende waren in der Statistik 13 Torschüsse des Italieners verzeichnet - damit hatte er öfter auf das Tor gezielt als die gesamte gegnerische Mannschaft (10) und für eine Saisonbestmarke beim FCB gesorgt (bisheriger Rekord: 8 Torschüsse, Klose gegen Bielefeld). Nach einer knappen Stunde wurde Toni auch für seinen Aufwand auch belohnt und traf zum 4:1-Endstand. Es war sein sechster Saisontreffer, durch den er in der interne FCB-Torschützenliste mit Ribéry gleichzog.

Seitdem Toni seine Rippenverletzung auskuriert hat, läuft es bei ihm. Drei Mal in Folge hat er zuletzt getroffen, in seinen bisherigen zehn Ligaspielen dieser Saison war er an neun Toren beteiligt (6 Tore, 3 Vorlagen). Der Torhunger des 31-Jährigen ist aber noch lange nicht gestillt. Bis zur Weihnachtspause habe er sich „noch einige Tore“ vorgenommen, sagte er. „Es stört mich, dass in der Torschützenliste so viele Namen vor mir sind. Das beflügelt mich noch mehr.“

Miroslav Klose, der Mannschaftsdienliche
Toni und Ribéry führen die Torschützenliste der Bayern an, ihnen dicht auf den Fersen ist Miroslav Klose. Gegen Cottbus erzielte der 30-Jährige seinen fünften Saisontreffer - es war fast schon sein Pflichttor gegen die Lausitzer, die zu seinen Lieblingsgegnern gehören. Im fünften Heimspiel gegen Energie traf er jetzt zum achten Mal und baute damit auch eine weitere tolle Serie aus: In den letzten elf Pflichtspielen (Bundesliga, Champions League) war Klose an zwölf Treffern beteiligt (5 Tore, 7 Vorlagen).

„Für uns ist er deswegen so enorm wichtig, weil er immer ein Geber für die Mannschaft ist“, lobte Klinsmann die mannschaftsdienliche Spielweise seines aktuell erfolgreichsten Torvorbereiters, der ebenso wie Ribéry und Toni in den letzten Wochen zur Topform aufgelaufen ist. Zusammen sind sie der Antrieb des FC Bayern auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft.

Weitere Inhalte