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Alle fit für Lyon

Altintop feiert gelungenes Comeback

Die 650 Zuschauer im Stadion an der Grünwalder Straße staunten nicht schlecht, als vor dem Drittligaspiel des FC Bayern II gegen den VfB Stuttgart II am Nikolaustag beide Mannschaft den Platz betraten. Im Trikot mit der Rückennummer 29 lief sich auf Seiten der Gastgeber ein Spieler auf, der zuletzt am 23. August das Trikot des Rekordmeisters getragen hatte: Hamit Altintop.

Knapp vier Monaten nach seinem verletzungsbedingten Rückschlag und einer neuerlichen Operation am rechten Mittelfuß feierte der Mittelfeldspieler zwei Tage vor seinem 26. Geburtstag ein gelungenes Comeback beim 1:1-Unentschieden der beiden Reserveteams. 90 Minuten lang zeigte sich Altintop nach langer Pause spiel- und lauffreudig und gehörte gleich zu den auffälligsten Spielern auf dem Platz.

Luft nach oben

„Er hat sich sehr bemüht“, lobte Hermann Gerland den Rückkehrer, „er war lange verletzt, da kann man nicht gleich Bäume ausreißen.“ Und auch Altintop zeigte sich nach seinem ersten Einsatz seit dem 1:1 in der Bundesliga bei Borussia Dortmund vor genau 15 Wochen zufrieden. „Ich fand‘s insgesamt ordentlich“, sagte der 25-Jährige auf Anfrage von fcbayern.de. Er weiß aber auch, dass „noch Luft nach oben ist.“ Doch das werde nach und nach mit zunehmender Spielpraxis wiederkommen.

Dass er bei nasskalter Witterung und schwierigen Platzverhältnisse gleich über die volle Distanz zum Einsatz kam, hat den türkischen Nationalspieler nicht überrascht. „Ich trainiere ja schon seit zwei Wochen mit der Mannschaft, davor habe ich mit Thomas Wilhelmi gut gearbeitet. Wenn man davor ehrlich und vernünftig arbeitet, fällt es leichter wieder reinzukommen“, so Altintop.

Alle an Bord

In der letzten Woche vor der Winterpause mit den beiden Pflichtspielen in Lyon und Stuttgart hofft Altintop noch auf etwas Einsatzzeit bei den Profis. „Ich würde schon gerne spielen, weil ich gesund bin und mit der Mannschaft trainiere.“ Gerade in der Partie bei Olympique Lyon möchte der Mittelfeldspieler zum Jahresabschluss noch einmal Champions-League-Luft schnuppern. „Wenn ich so eine Reise mache, dann will ich auch spielen“, sagte er, ohne allerdings einen Einsatz zu fordern.

Damit hat Trainer Jürgen Klinsmann vor dem Gruppenendspiel in der „Königsklasse“ beim französischen Abonnementmeister die Qual der Wahl. „Es sind alle an Bord“, so Klinsmann, der voraussichtlich nur auf den langzeitverletzten Willy Sagnol verzichten muss. Ein Fragezeichen steht lediglich noch hinter Lukas Podolski, der zwar seine Rückenprobleme überwunden hat, zuletzt aber an einer Magen-Darm-Grippe laborierte. „Da muss man noch abwarten“, meinte Klinsmann, der aber sowohl Altintop als auch Podolski noch vor der Winterpause einen Einsatz in Aussicht stellte.

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