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Ribéry erobert Lyon

'Besser, als er spielt, geht es nicht'

Flughafen, Hotel, Stadion - überall, wo sich Franck Ribéry beim Aufenthalt des FC Bayern in Lyon zeigte, konnte er sich vor Verehrern kaum retten. Selbst der Gegner hatte nicht einfach nur Respekt vor ihm, sondern Hochachtung. Gegenspieler entschuldigten sich gestenreich für Fouls, unter dem Applaus der Lyon-Fans ging er vom Platz. Keine Frage: Der Reise des deutschen Rekordmeisters nach Frankreich hat Ribéry auf und außerhalb des Rasens seinen Stempel aufgedrückt.

„Das zeigt, dass die Leute nicht vergessen haben, dass ich Franzose bin, auch wenn ich für Bayern München spiele“, freute sich der frisch gewählte französische Fußballer des Jahres über den warmen Empfang, der ihm bei seiner ersten Rückkehr mit dem FCB in seine Heimat bereitet wurde.

Erstes Champions-League-Tor

„Ein bisschen besonders“ sei diese Partie für ihn schon, hatte er vor dem Anpfiff erzählt. Besonders war dann aber vor allem wieder er selbst. Ein Tor erzielte er beim 3:2-Erfolg des FC Bayern gegen Olympique Lyon selbst - es war sein Debüt-Treffer in der Champions League -, ein weiteres bereitete er mit einer Maßflanke vor und auch am dritten Bayern-Tor war er beteiligt. Die französischen Zeitungen nannten ihn am nächsten Morgen ehrfürchtig den „Teufel“ in Reihen des FCB.

„Mein erstes Spiel mit Bayern in Frankreich war ein Erfolg. Es freut mich, dass ich ein Tor geschossen und eines vorbereitet habe“, sagte Ribéry nach dem Schlusspfiff. Der Mittelfeldspieler hatte wieder einmal begeistert. „Mit teilweise vier Mann haben sie ihn gestellt und er hat trotzdem mit einer diebischen Freude versucht, da durchzukommen“, sagte Franz Beckenbauer, „besser, als er spielt, geht es nicht.“

Unterstützung von Verein und Mannschaft

Jürgen Klinsmann hob „diese Kreativität, diesen Instinkt, diese Frechheit“ Ribérys hervor. „Das ist etwas ganz Besonderes.“ Der FCB-Trainer weiß, dass Ribéry „sehr, sehr wichtig“ für den Erfolg des Rekordmeisters ist. „Es kommt nicht von ungefähr, dass wir seit seiner Rückkehr und seinem besseren körperlichen Zustand richtig Fahrt aufgenommen haben.“

Dementsprechend achtet der Verein darauf, dass sich Ribéry voll auf sein Spiel konzentrieren kann. „Ich glaube, wir geben ihm beim FC Bayern ein Umfeld, in dem er sich sehr wohlfühlt und in dem er Höchstleistungen bringen kann“, meinte Klinsmann, der auch hervorhob, wie die Mannschaft für ihren Antreiber arbeitet. „Lahm, Zé Roberto oder heute Borowski machen die Arbeit hinter ihm, so dass er seinen Gedanken freien Lauf lassen kann.“

Sonder-Lob von Toni

Diese Freiheiten nutzt Ribéry in jedem Spiel. „Seit Franck bei Bayern ist, hat er immer sehr gut gespielt“, meinte Daniel van Buyten und stellte fest: „Ich finde sogar, er hat sich weiterentwickelt.“ Und auch Luca Toni drückte seinem Teamkollegen noch in Lyon seine Anerkennung aus - wenn auch auf seine Weise. Während Ribéry von französischen Journalisten belagert wurde, näherte sich Toni mit einem Lächeln von hinten und rief in die Mikrofone: „Ribéry ist ein Nichts! Ein Nichts!“

Für fcbayern.de in Lyon: Nikolaus Heindl

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