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Gegen die Statistik

Darum wird Bayern Meister!

Es war ein spannendes Spiel und bis zur 72. Minute sah es danach aus, als ob der FC Schalke bei der TSG Hoffenheim würde gewinnen können und damit den FC Bayern zum Herbstmeister machen. Doch dann traf der eingewechselte Selim Teber für den Aufsteiger zum 1:1 – ein Punkt reichte den Hoffenheimern, um dank des besseren Torverhältnisses auf Platz eins zu überwintern,

Gemessen an der Statistik wird die Mannschaft von Ralf Rangnick mit einer Wahrscheinlichkeit von 68,8 Prozent auch am Ende der Saison ganz oben stehen. In 31 von 45 Fällen wurde der Hinrunden-Spitzenreiter auch deutscher Meister. Zum zweiten Mal erst steht ein Aufsteiger zur Winterpause an der Spitze. Bislang gelang das nur dem 1. FC Kaiserslautern in der Saison 1997/98 - am Ende reichte es zum Titel.

Bei den Bayern ist man natürlich fest davon überzeugt, dass sich dieser Fall ganz bestimmt nicht wiederholen wird. „Wir haben berechtigte Hoffnungen, den Titel zu verteidigen und allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu schauen“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Wochenende. fcbayern.de hat sieben Gründe ausgemacht, warum auch nach dieser Saison die Meisterschale nach München wandern wird.

Sieben Gründe für Bayerns Titelverteidigung

1. Die Rückrundenvorbereitung: Im Gegensatz zur Sommervorbereitung, als die EM-Teilnehmer erst nach und nach dazu stießen, hat Jürgen Klinsmann dieses Mal seinen Kader von Beginn an komplett zusammen. Ab dem 2. Januar also kann der Bayern-Coach mit allen seinen Spielern zusammen gezielt arbeiten.

2. Klinsmanns Konzept greift: Auch bedingt durch die schwierige Vorbereitung dauerte es eine Weile, bis Jürgen Klinsmanns neue Methoden Wirkung zeigten. Zuletzt gab es aber 16 Pflichtspiele in Folge ohne Niederlage. „Wenn ich sehe, wie fit unsere Spieler sind, oder wie sie sich individuell verbessert haben - diese Verdienste Klinsmanns sind unverkennbar“, sagte Karl-Heinz Rummenigge.

3. Luca Toni: Wie in der letzten Saison hat Luca Toni auch in diesem Jahr in der Hinserie neun Treffer erzielt (07/08 bei 15 Einsätzen, jetzt 13!). Genauso wie letzte Saison wurde er aber auch in diesem Jahr immer wieder von kleineren Verletzungen zurückgeworfen, auch in der Vorbereitung. Nach einer guten Wintervorbereitung erzielte der Italiener in der Rückrunde des letzten Jahres dann noch 15 Tore und holte sich damit die Torjägerkanone - warum sollte das diesmal nicht auch so sein?

4. Zwei 'Neue' für die Rückrunde: Beim Hinrundenfinale in Stuttgart feierte Hamit Altintop nach langer Verletzungspause sein Comeback. Es war erst sein zweiter Einsatz in dieser Saison. Der Türke, einer der großen Überraschungen und Leistungsträger der letzten Saison, ist für Jürgen Klinsmann daher fast wie ein Neuzugang. Und der Bayern-Coach hält große Stücke auf Altintop: „Er gibt uns viel Belebung.“ Neben Altintop wird mit dem US-Amerikaner Landon Donovan ab Januar ein weiterer „Neuer“ mindestens bis Mitte März zum Kader stoßen. Auch von ihm erhofft sich Klinsmann viel: „Er ist ein unglaublich schneller Spieler, der permanent Eins-gegen-eins-Situationen sucht. Er ist ein komplett anderer Stürmertyp als die, die wie hier haben.“

5. Druck auf Hoffenheim wächst: Bis jetzt konnte der Aufsteiger nahezu befreit aufspielen. Doch schon im Spiel gegen Schalke konnte man merken, dass der Gegner sich mehr und mehr auf die Rangnick-Elf eingestellt hat. Der Überraschungseffekt ist erst mal weg und man darf gespannt sein, wie die Hoffenheimer damit umgehen werden, wenn der Gegner Beton anrührt - so wie es die Bayern seit Jahren gewohnt sind.

6. Bayern hat mehr Torschützen: Mit 42 Toren stellt Hoffenheim die stärkste Offensive der Hinrunde, die Bayern folgen gemeinsam mit Werder Bremen und 39 Treffern auf Platz zwei. Was aber auffällt: Beim Aufsteiger gab es nur acht Torschützen, beim FCB trugen sich elf Spieler in die Torschützenliste ein, acht Spieler trafen zudem mindestens zwei Mal. Bei Hoffenheim haben das nur fünf Akteure geschafft. Der Rekordmeister hat also mehr Spieler, von denen Torgefahr ausgeht, ist damit für den Gegner auch unberechenbarer.

7. FCB meisterlich gegen den Herbsmeistertrend: Die Bayern führen die Liste der Aufholjäger an. In den 14 Fällen, in denen der Wintertitel von einer Mannschaft nicht verteidigt wurde, war der FC Bayern sechs Mal der lachende Sieger - die Chancen auf das Championat Nummer 22 stehen für die Münchner also weiter nicht schlecht.

Für fcbayern.de berichtet: Dirk Hauser

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