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150.000 Kartenwünsche

Ein Spiel mit Champions-League-Ausmaßen

Am Dienstag glühten wieder die Telefondrähte in der Ticketing-Abteilung des FC Bayern an der Säbener Straße. Dutzende von unentwegten Bayern-Fans versuchten ihr Glück, auf den letzten Drücker doch noch Karten für das Spiel gegen die TSG Hoffenheim am kommenden Freitag in der Allianz Arena zu bekommen. Insgesamt über 650 neue Bestellungen waren bis Dienstagmittag über Telefon und Email beim Rekordmeister eingegangen, doch die Antwort war immer die gleiche: ausverkauft!

Schon vor Wochen sind die letzten der insgesamt 69.000 Tickets für dieses Spiel weggegangen. „Wir hätten rund 150.000 Tickets für das Spiel absetzten können“, berichtete Oliver Meßthaler, Abteilungsleiter Ticketing beim Rekordmeister, über die riesengroße Nachfrage. Sein Appell: „Bitte nicht mehr nachfragen, es ist absolut zwecklos!“

Das war nicht immer so. Beim Vorverkaufsstart der Hinrundenspiele im August konnten sogar Nichtmitglieder am Ticketschalter und bei den Vorverkaufsstellen für dieses Spiel Karten erwerben. „Nach dem sportlichen Erfolg von Hoffenheim steigerte sich dich Nachfrage von Woche zu Woche. Leider mussten wir dann alle Fans enttäuschen - alle Tickets waren schon verkauft“, sagte Meßthaler. Selbst die TSG konnte ihr gesamtes Gastkontingent von rund 6.500 Tickets komplett absetzen - nicht vielen Klubs ist dies in dieser Saison für ihr Gastspiel in der Allianz Arena gelungen.

Rekordmeister Bayern gegen Aufsteiger Hoffenheim - ein Spiel, das vor Monaten für einen klassischen David gegen Goliath-Vergleich prädestiniert gewesen wäre, ist aufgrund der Tabellenkonstellation zu einem absoluten Spitzenspiel herangewachsen. Das Duell des Tabellenzweiten gegen den Sensations-Spitzenreiter ist gar zum „Highlight der Vorrunde“ geworden, wie FCB-Mediendirektor Markus Hörwick ohne Übertreibung erklärte. „Es hat sich zu einem Spiel entwickelt, das ganz Deutschland elektrisiert.“

Auch er hatte mit seinem Team von der Pressestelle in den letzten Tagen und Wochen Schwerstarbeit zu verrichten. „Die Bedeutung dieses Spiels hat sich natürlich auf die Akkreditierungsanfragen ausgewirkt“, berichtete Hörwick. Knapp 300 Medienvertreter und Fotographen sind am Freitagabend in der Allianz Arena, hinzu kommen noch die Mitarbeiter der übertragenden Fernsehanstalten. In 167(!)Länder wird das Spiel weltweit live übertragen - Ausmaße, wie bei einer Partie in der Champions League. „Ganz Deutschland schaut auf dieses Duell - und halb Europa ist auch dabei“, sagte Hörwick.

„Für die Fans ist es ein Moment, auf den sie einige Wochen gewartet haben“, kann Jürgen Klinsmann den öffentlichen und medialen Hype um dieses Spiel absolut nachvollziehen. Der Bayern-Coach glaubt, dass sich die Zuschauer auf ein „geladenes Spiel“ freuen können und hofft gleichzeitig auf eine „super Atmosphäre im Stadion, wir hoffen auf dieses Prickeln.“ Klinsmann ist sich sicher: „Dieses Spiel kommt jetzt zur richtigen Zeit.“

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