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Im Portrait

'Ewiger Zweiter' Sporting fordert FCB

„Zufrieden“! Das war sicherlich eines der meistgebrauchten Wörter beim FC Bayern nach der Auslosung des Champions-League-Achtelfinales am Freitag in Nyon. Mit Sporting Lissabon erwischte der deutsche Rekordmeister eine durchaus lösbare Aufgabe in der Runde der letzten 16 Mannschaften und konnte sich zugleich darüber freuen, dass ihm einer der ganz großen „Kracher“ aus England, Italien und Spanien erspart blieb.

Andererseits gilt es für die Mannschaft von Trainer Jürgen Klinsmann, den portugiesischen Vizemeister nicht zu unterschätzen. National gehört der amtierende Pokalsieger seit Jahren zur Spitzengruppe der portugiesischen Liga, steht aber trotz seiner 18 Meistertitel im Schatten der beiden anderen Spitzenklubs FC Porto (23) und Lokalrivale Benfica (31).

Fünf Mal Vizemeister

Die letzte Meisterschaft datiert aus der Saison 2001/02, in den letzten beiden Spielzeiten gewann die von Trainer Paulo Bento gecoachte Mannschaft auch den Pokalwettbewerb. Durch fünf Vizemeisterschaften in Folge hat sich Sporting in den letzten Jahren den Ruf als „ewiger Zweiter“ verdient. International hat Sporting dagegen noch nicht viel erreicht. Der UEFA-Pokal-Finalist von 2005 (1:3 gegen ZSKA Moskau) hat als größten internationalen Erfolg den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger im Jahr 1964 zu verbuchen.

Eine Bestmarke gehört dem derzeitigen Tabellenvierten aber: Im Erfolgsjahr 1964 schrieben sie mit einem 16:1-Rekordsieg gegen Apoel Nikosia Europacup-Geschichte. In der diesjährigen Gruppenphase wurde Sporting Zweiter hinter dem FC Barcelona, gegen den Sporting zwei deutliche Niederlagen (1:3 und 2:5) kassierte.

Tolle Nachwuchsarbeit

Bemerkenswert beim Hauptstadtklub ist die Talentförderung. Ob Luis Figo, Cristiano Ronaldo, Ricardo Quaresma oder Nani - die Liste prominenter Namen, die bei Sporting groß geworden sind, ist lang. Auch aktuelle Nationalspieler wie Joao Moutinho (im Bild) und Miguel Veloso hat der einstige Jugendtrainer Bento erfolgreich in der ersten Mannschaft integriert. „Das ist eine Mannschaft, die tolle Nachwuchsarbeit leistet und immer wieder Spieler nach oben zieht“, lobte auch FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die Arbeit Sportings.

Seine Spiele trägt Sporting im 52.000 Zuschauer fassenden „Estadio José Alvalade“ aus. Vor zwei Jahren kam es zum bislang einzigen Duell des FC Bayern mit dem portugiesischen Traditionsklub. In der Gruppenphase der Saison 2006/07 gewannen die damals von Felix Magath trainierten Bayern dank eines Treffers von Bastian Schweinsteiger das Hinspiel mit 1:0, im Rückspiel in München reichte ein torloses Remis zum Weiterkommen.

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