präsentiert von
Menü
Ohne Ribéry

FCB will auch in Stuttgart gewinnen

Vorhang auf zum letzten Akt im Kampf um die Herbstmeisterschaft. Ausgerechnet an der Wiege seiner Karriere als Profifußballer kann Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann seinen ersten (inoffiziellen) Titel als Vereinstrainer einfahren: Mit einem Sieg am Samstag beim VfB Stuttgart (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) würde sich der Rekordmeister zumindest punktgleich mit Spitzenreiter Hoffenheim, der am Sonntag den FC Schalke 04 empfängt, in die siebenwöchige Winterpause verabschieden.

„Wir fahren mit breiter Brust nach Stuttgart und wollen nachwievor Herbstmeister werden“, sagte Klinsmann vor der Rückkehr an seine ehemalige Wirkungsstätte angesichts von zuletzt 15 Pflichtspielen hintereinander ohne Niederlage. Geht es nach den Vorstellungen des 44-Jährigen, soll sich daran auch in der letzten Partie des Jahres nichts ändern. „Wir wollen weitermachen wie bisher und die Serie ausbauen.“

Dass Hoffenheim bei der Entscheidung um den inoffiziellen Herbstmeistertitel ausgerechnet vom rund 90 Kilometer südlich gelegenen schwäbischen Nachbarn Schützenhilfe erhalten könnte, verleiht dem Klassiker zwischen Schwaben und Bayern eine zusätzliche Brisanz. „Ich denke Motivationsprobleme gibt es nie, wenn es gegen den FC Bayern geht“, weiß Klinsmann, „das ist für den VfB das Spiel des Jahres, da wollen sie erfolgreich sein.“

Doch auch gegen eine „hochmotivierte“ Stuttgarter Mannschaft, die unter ihrem neuen Trainer Markus Babbel zuletzt zwei Mal siegreich war und „den Ehrgeiz hat, sich in der Tabelle wieder hochzuarbeiten“, will Klinsmann „auf der Hut“ sein. „Wir werden voll konzentriert in das Spiel rein gehen und versuchen, unser Spiel aufzuziehen.“

Ribéry fällt aus

Dabei muss Klinsmann aber auf einen der Besten in den letzten Wochen verzichten. Franck Ribéry kehrte mit einer Schulterprellung vom Champions-League-Spiel in Lyon zurück und wird beim Südgipfel definitiv ausfallen. Auch Lukas Podolski steht nach überstandenen Rückenproblemen noch nicht zur Verfügung. „Er hat noch Trainingsrückstand“, teilte Klinsmann mit. Gleiches gilt für Christian Lell nach auskurierter Magen-Darm-Grippe.

Personelle Alternativen bieten sich Klinsmann aber nicht zuletzt durch die Rückkehr der in Lyon fehlenden Zé Roberto und Lucio. Und auch Hamit Altintop, der in Lyon nach viermonatiger Verletzung erstmals wieder zum Einsatz kam, brennt auf einen Einsatz von Beginn an. Als Ersatz für die vakante linke Außenbahn kommen zudem Toni Kroos und Tim Borowski infrage. „Wir sind bestens aufgestellt“, so Klinsmann.

Keine Geschenke

„Viel, viel Arbeit“, prophezeit Klinsmann seinem Team im letzten Spiel des Jahres, dass für den früheren Bundestrainer kein normales ist. „Wenn man nach Hause kommt, ist es nicht wie jedes andere Spiel. Ich bin in Stuttgart groß geworden, meine Familie ist nach wie vor vor Ort, es gibt viele Verbindungen.“ Geschenke für den ehemaligen Verein werde es aber keine geben. „Man konzentriert sich auf die primären Dinge, und das ist, mit dem FC Bayern drei Punkte zu holen.“

Weitere Inhalte