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Jahresrückblick, Teil 1

Klinsmann, Hitzfeld, Kahn und Getafe

Das Fußballjahr 2008 war für den FC Bayern alles in allem eine runde Sache. In der letzten Saison gewann die Mannschaft unter Ottmar Hitzfeld das nationale Double. Und nach der Hinserie der neuen Saison belegt Hitzfeld-Nachfolger Jürgen Klinsmann mit seinem Team punktgleich mit der TSG 1899 Hoffenheim Platz zwei. Es war aber auch ein Jahr mit vielen Emotionen. fcbayern.de blickt noch einmal zurück.

11. Januar: Schon wenige Tage nachdem bekannt wird, dass Ottmar Hitzfeld seinen Vertrag als Bayern-Coach am Saisonende nicht verlängern wird, stellt der deutsche Rekordmeister mit Jürgen Klinsmann den Nachfolger vor. Ein Sensationscoup des FCB-Vorstands, denn den ehemaligen Bundestrainer hatte fast niemand als Hitzfeld-Nachfolger auf der Rechnung. „Wir haben einen Mann gesucht, der progressiv ist, der auch so Fußball spielen lässt und der mit jungen Spielern arbeiten kann. Jürgen vereint alle diese Eigenschaften“, erklärt Manager Uli Hoeneß.

1. Februar: Durch einen 2:1-Erfolg bei Hans Rostock startet Herbstmeister FC Bayern erfolgreich in die Rückrunde und baut seinen Vorsprung gegenüber Weder Bremen auf drei Punkte aus. Bereits vier Tage zuvor war die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld durch einen 5:2-Sieg gegen den Regionalligisten Wuppertaler SV in das Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen.

27. Februar: Ein verwandelter Foulelfmeter von Franck Ribéry in der Nachspielzeit eines denkwürdigen Lokalderbys beschert dem FC Bayern den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals. Nach drei Platzverweisen und 120 packenden Minuten besiegt der Rekordmeister den TSV 1860 München verdient mit 1:0.

1. März: Durch ein Tor von Nationalstürmer Miroslav Klose gewinnt der FC Bayern erstmals ein Bundesligaspiel in der Schalker Veltins-Arena. Nach 22 Spieltagen führt der Rekordmeister die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung auf Werder Bremen souverän an.

25. März: Eine Woche nach der 0:2-Niederlage bei Energie Cottbus - der einzigen in der Rückrunde - gewinnen die Bayern zuhause gegen den Tabellendritten Bayer Leverkusen mit 2:1 und bauen damit ihren Vorsprung auf den ersten Verfolger Hamburger SV auf sieben Punkte aus. Vier Tage zuvor waren die Bayern durch einen 2:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg ins Pokalfinale eingezogen.

10. April: Im Viertelfinal-Rückspiel des UEFA-Cups kommt es zum Wunder von Getafe. Nach einem 1:1 im Hinspiel in München rettet Franck Ribéry seine Mannschaft mit einem Tor in der 89. Minute zunächst in die Verlängerung. Trotz Unterzahl gehen die Spanier mit 3:1 in Führung, ehe Luca Toni mit zwei späten Treffern (115./120.) die Bayern aufgrund der Auswärtstorregelung ins Halbfinale bringt. „Ich war ja schon überall, in Manchester, Madrid, Barcelona und wie die alle hießen in der Champions League. Große Spiele. Aber das war noch nie da. Wir werden uns in zehn Jahren nicht über Barcelona und die Niederlage gegen Manchester United im Champions-League-Finale 1999 unterhalten, sondern über Getafe. So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagt ein emotional völlig losgelöster Oliver Kahn nach dem Schlusspfiff.

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