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Lyon ohne Juninho

Rensing warnt: 'Kein Freifahrtschein'

Präsident Jean-Michel Aulas ist „perplex“, Trainer Claude Puel „frustriert“ - nach drei sieglosen Ligaspielen in Folge hängt der Haussegen bei Olympique Lyon schief. „Diese Woche sind untragbare Dinge passiert“, ärgerte sich Aulas am vergangenen Samstagabend nach der 1:2-Niederlage gegen Aufsteiger FC Nantes. Eine Woche zuvor war Lyon beim Tabellenletzten Valenciennes nicht über ein 0:0 hinausgekommen, der Vorsprung an der Tabellenspitze der Ligue 1 schmolz von sieben auf drei Punkte. Und jetzt kommt der FC Bayern.

Am Mittwoch tritt der deutsche Rekordmeister in der Champions League zum Endspiel um den Gruppensieg beim französischen Serienmeister an, will sich aber von der kleinen Krise in Lyon nicht blenden lassen. „Das ist eine spielstarke Mannschaft, die mit zu den besten Teams Europas gehört“, sagte Jürgen Klinsmann fcbayern.de. „Sie haben sehr gute Einzelspieler“, warnte Philipp Lahm.

Gerade die zwei herausragenden Akteure im Olympique-Team werden gegen den FC Bayern aber wohl beide fehlen. Mittelfeldregisseur und Freistoßspezialist Juninho muss am Mittwoch eine Gelb-Sperre absitzen, Torjäger Karim Benzema laboriert an Oberschenkelproblemen, pausierte in den letzten beiden Partien und gilt als fraglich. Klinsmann schließt jedoch einen Einsatz des erfolgreichsten Torschützen Lyons (13 Saisontore) dennoch nicht aus. „Wir glauben nicht alles, was so erzählt wird.“

Sicher ist jedenfalls Juninhos Ausfall. „Er ist eine Waffe Lyons, die ihnen jetzt fehlt“, meinte Klinsmann und erinnerte an das Hinspiel (1:1), als einmal mehr ein Freistoß des Brasilianers zum Führungstreffer der Franzosen führte. Martin Demichelis lenkte den Ball unglücklich ins eigene Tor. „Selbst wenn Juninho den Ball von der Mittellinie schießt, ist es trotzdem gefährlich, weil der Ball acht Mal die Richtung ändert“, sagte FCB-Keeper Michael Rensing, „es ist ein Vorteil für uns, dass sie bei ihren Standardsituationen umdisponieren müssen.“

Probleme in der Defensive

Umstellen muss Lyon aber auch in der Defensive. Innenverteidiger Cris ist ein weiterer Spieler gelb-gesperrt, die Abwehrspieler Mathieu Bodmer, Francois Clerc und Anthony Réveillère sind verletzt, der Einsatz des angschlagenen Außenverteidigers John Mensah ist fraglich. In Frankreich wird zudem spekuliert, Trainer Puel könnte am Mittwoch einige seiner Stammkräfte schonen, da am Wochenende das Spitzenspiel gegen Verfolger Olympique Marseille auf dem Programm steht.

Doch auch diese Meldung registriert man beim FC Bayern nur am Rande. „Wir müssen trotzdem aufpassen“, betonte Rensing, „die wollen auch Gruppensieger werden und werden 90 Minuten alles geben. Es wird kein Freifahrtschein, nur weil Juninho fehlt.“ Die Worte von Lyons Mittelfeldspieler Kim Källström sollten dem FCB Warnung genug sein: „Jetzt wollen wir erst recht zeigen, was wir können.“

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