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Ziel WM 2010

Borowski klopft an der Stammelf an

Der Kampf um die Stammplätze beim FC Bayern ist voll entbrannt. Bis auf den langzeitverletzten Willy Sagnol und den grippekranken Lukas Podolski kämpfen im Trainingslager in Dubai derzeit 19 Feldspieler um die zehn begehrten Plätze in der Startformation. Darunter auch Sommerneuzugang Tim Borowski, der drei Wochen vor dem Rückrundenstart in einen Interview mit dem Fachmagazin „kicker“ ankündigte: „Ich glaube, dass ich auf einem sehr guten Weg bin.“

Den Wechsel vom SV Werder Bremen zum deutschen Rekordmeister im vergangenen Sommer bezeichnete Borowski als „richtigen Schritt“, auch wenn er sich in der Mannschaft von Trainer Jürgen Klinsmann in der ersten Saisonhälfte noch keinen Stammplatz erkämpfen konnte. „In der Sommervorbereitung war ich leider kurz verletzt, habe mich dann reingebissen und inzwischen eine sehr gute Fitness“, so Borowski, der in der zweiten Halbserie nun den nächsten Schritt machen möchte. „Ich klopfe jetzt an.“

In 23 von 25 Spielen dabei

Die Rolle als torgefährlicher Joker, die er mit fünf Treffern in der Bundesliga und einem Champions-League-Tor vorzüglich ausfüllte, genügt ihm auf Sicht nicht: „Natürlich stecke ich mir höhere Ziele. Über kurz oder lang will ich in die Stammelf. Das muss das Ziel sein, sonst kann ich gleich einpacken.“ In der Hinrunde bestritt Borowski 23 von 25 Pflichtspielen, davon jedoch nur sieben von Beginn an. Lediglich gegen Energie Cottbus und im Pokal gegen Rot-Weiß Erfurt blieb er ohne Spielzeit.

Über gute Leistungen im Verein will er sich auch wieder für die DFB-Auswahl empfehlen, in der er seit der Euro 2008 keine Berücksichtigung mehr fand. „Ich werde mich so weit reinbeißen, dass ich wieder eingeladen werde.“ Borowski betonte, dass er seine internationale Karriere nach 33 Länderspielen keinesfalls abgehakt, im Gegenteil: „Ich komme ins beste Fußballeralter“, sagte der 28-Jährige.

Wieder Kontakt mit Löw

Sein erklärtes Ziel ist dabei die Teilnahme an der WM 2010 in Südafrika. „Joachim Löw hat viele Spieler getestet, ich habe da nach der EM keine Rolle gespielt. Aber bis zur WM ist es eine lange Zeit, dieses Thema habe ich überhaupt nicht abgehakt“, bekräftigte Borowski. Zuletzt kam „Boro“ bei der EM 2008 zu zwei Kurzeinsätzen, seither wurde er von Bundestrainer Joachim Löw nicht berücksichtigt.

„Ich muss die Situation annehmen, wie sie ist“, meinte Borowski. Nach mehreren Monaten Funkstille zu den DFB-Verantwortlichen habe er kurz vor Weihnachten eine SMS von Löw erhalten. „Das war wieder ein erster Kontakt, ich habe mich sehr darüber gefreut“, sagte Borowski.

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