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Ballermänner

FCB-Stürmer sind schon 'on fire'

Markus Feulner wusste nach dem Spiel ganz genau, wo an diesem Abend ein ganz großer Unterschied zwischen seinem FSV Mainz 05 und dem FC Bayern lag. „Man sieht einfach die Qualität der Bayern, dass sie vor dem Tor eiskalt sind“, erklärte der ehemalige Münchner nach der klaren 0:5-Niederlage des Zweitliga-Herbst-Meisters gegen den deutschen Rekordchampion. Während die Mainzer gerade im ersten Abschnitt eine Reihe guter Chancen ungenutzt ließen, schlugen die Bayern speziell im zweiten Abschnitt gnadenlos zu.

Vier der fünf Münchner Tore gingen auf das Konto der Stürmer. Luca Toni und Miroslav Klose trafen je einmal, „Joker“ Landon Donovan schnürte sogar seinen ersten Doppelpack im Trikot des FCB. Insgesamt schossen die drei Angreifer in den fünf Rückrundenvorbereitungsspielen neun der 16 Tore und haben sich damit für die am Dienstag mit dem DFB-Pokal-Achtelfinale in Stuttgart beginnende zweite Saisonhälfte bereits warm geschossen.

„Ich bin motiviert und möchte eine schöne Rückrunde spielen“, erklärte Luca Toni am Freitag. Der Italiener hat in Kaiserslautern und in Mainz zwei astreine Treffer erzielt und möchte seinen neun Bundesliga-Toren aus der Hinrunde noch einige hinzufügen. „In den letzten Jahren habe ich relativ viel getroffen - ich hoffe, dass mir das diesmal auch wieder gelingt. Es wäre sehr schön, wenn ich in der Torschützenliste am Ende wieder ganz oben stünde“, sagte der Torschützenkönig der vergangenen Saison und betonte: „Ich werde alles daran setzen, wichtige Tore zu schießen, Tore, die ein Spiel entscheiden.“

Auch Klose präsentierte sich in den Vorbereitungsspielen in „trefflicher“ Form, erzielte zum Auftakt den Siegtreffer gegen Al Jazira und traf dann auch noch in Bamberg und in Mainz. In der Hinrunde war der Nationalstürmer mit 13 Toren in allen drei Wettbewerben bester Torschütze seiner Mannschaft. „Ich habe mir vorgenommen, das eine oder andere Tor mehr zu schießen“, sagte der 30-Jährige im Live-Chat bei FCB.tv. Speziell in der Bundesliga, wo er sechs Treffer erzielte, stelle er sich eine andere Quote vor: „Chancen hatte ich genug, ich muss nur konsequenter werden.“

Was die Trefferquote in den Testspielen angeht, dürfte Winter-Neuzugang Donovan sehr zufrieden sein. Der US-Amerikaner traf vier Mal in fünf Spielen - kein anderer traf häufiger. „Tore sind immer wichtig für einen Stürmer. Aber jetzt kommen erst die ernsthaften Spiele, da muss ich treffen“, sagte Donovan, der in den nächsten Wochen um ein längeres Engagement beim FC Bayern kämpfen will. Bislang ist der 105malige US-Nationalspieler lediglich bis Mitte März von den LA Galaxy ausgeliehen.

„Er hat sich sehr gut bei uns integriert. Ich bin sehr zuversichtlich, dass er uns in der Rückrunde helfen kann“, glaubt Sturmkollege Toni. Auch Bastian Schweinsteiger traut dem 26-Jährigen noch einiges zu. „Es ist wichtig für uns, dass wir noch einen auf der Bank haben, der heiß ist, reinkommt und für das eine oder andere Tor sorgen kann. Ich hoffe, dass es so mit ihm weitergeht.“ Lediglich 236 Minuten benötige Donovan für seine vier Treffer.

Donovan will länger bleiben

„Ich will es hier schaffen, das ist mein Traum“, sagte Donovan, der mehrere längerfristige Angebote anderer Klubs ausschlug. „Es ist super, wie er hier den Kampf annimmt. Er hätte auch sofort woanders unterschreiben können“, sagte Trainer Jürgen Klinsmann. „Tatsache ist, dass er sehr torgefährlich ist. Jetzt müssen wir mal sehen, wie er in den wichtigen Spielen auftritt“, meinte Manager Uli Hoeneß.

Toni, Klose und Donovan sind also bereit für die Rückrunde, und da ist natürlich auch noch Lukas Podolski. Der Nationalstürmer steht nach mehreren Wochen mit Gesundheitsproblemen und Verletzungssorgen wieder im Mannschaftstraining und will es vor seiner Rückkehr zum 1. FC Köln noch mal allen zeigen. „Bis zum Sommer gilt meine ganze Konzentration dem FC Bayern“, betonte „Poldi“. Die Stürmer des FC Bayern - sie sind „on fire“.

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