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Zurück zu den Wurzeln

Klose freut sich auf seinen Betze

Miroslav Kloses erster Stammplatz in Kaiserslautern war im Fanblock des Fritz-Walter-Stadions. „Block 11, ab und zu im Olaf-Marschall-Trikot“, erzählte der heute 30-Jährige fcbayern.de. Damals, 1999, war er zu den FCK-Amateuren gewechselt und träumte von der Bundesliga - zehn Jahre später trägt er das Trikot des deutschen Rekordmeisters. Am Montag kehrt Klose noch einmal zurück zu seinen Anfängen. Mit dem FC Bayern bestreitet er am Abend (Anstoß 19 Uhr, live bei Eurosport) ein Testspiel beim 1. FC Kaiserslautern.

Hier, in der Region um den Betzenberg, liegen Kloses Wurzeln. „Ich bin dort aufgewachsen und habe dort meine ersten Schritte in der Bundesliga gemacht“, erzählte er, „meine Eltern und ein Großteil meiner Familie wohnen heute noch dort.“ In der Gemeinde Blaubach, 40 Kilometer nordwestlich von Kaiserslautern, hat er ihnen ein Haus gebaut, für den damaligen Bezirksligisten SG Blaubach-Diedelkopf ging er in der Jugend auf Torejagd.

Neugier auf den 'neuen' Betze

Den Durchbruch vom Amateur zum Nationalspieler schaffte Klose in Kaiserslautern. Ab 1999 trug er fünf Jahre lang das Trikot der „Roten Teufel“, zunächst in der zweiten Mannschaft, dann bei den Profis. Im April 2000 feierte er auf dem Betzenberg sein Bundesligadebüt, im folgenden Oktober erzielte er dort sein erstes Ligator. Insgesamt wurden es 44 in 120 Ligaspielen für den FCK.

Jetzt, bei der Rückkehr nach Kaiserslautern, habe er „ein schönes Gefühl“, erzählte Klose. „Auf dem Betze spiele ich sowieso immer gern - jetzt halt mit Bayern.“ Diesmal ist er besonders neugierig auf das Stadion, das zur WM 2006 umgebaut wurde. „Ich bin zwar seitdem schon mal daran vorbeigefahren, aber den Umbau - an den Seiten und dass man jetzt in der Mitte auf den Rasen kommt - habe ich selbst noch nicht erlebt“, sagte er.

Lust auf ein Tor

Mit Werder Bremen ist Klose schon ein paar Mal nach Kaiserslautern zurückgekehrt, die Reaktion der Fans auf ihn war „immer positiv“, berichtete der Nationalstürmer, der gespannt ist, was ihn diesmal erwartet. Erstmals wird er im FCB-Trikot auf dem Betzenberg auflaufen. „Bayern ist natürlich schon ein anderes Kaliber als Bremen.“

Das Toreschießen hat er sich am Montag jedenfalls nicht verboten. „Es ist ja nur ein Vorbereitungsspiel“, schmunzelte er. Lust auf einen Treffer hätte er schon. Nicht weil es gegen Kaiserslautern ist, betonte er, „sondern weil es für mich etwas Besonderes ist, in diesem Stadion ein Tor zu schießen.“ Irgendjemand wird ihm dann vielleicht von „seinem“ Platz in Block 11 zujubeln. So wie es er vor zehn Jahren gemacht hat.

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