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Klinsmann im FCB.tv-Chat

'Die Champions League gibt den Takt vor'

Die Fans fragen, der Cheftrainer antwortet - das war das Motto beim dritten Live-Chat innerhalb von drei Wochen bei FCB.tv. Jürgen Klinsmann stand am Mittwoch den Anhängern des FC Bayern Rede und Antwort. Seine besten Aussagen fasst fcbayern.de kurz zusammen:


Jürgen Klinsmann über…

…die Chancen in der Champions League: „Wir alle haben uns viel für die Champions League vorgenommen. In der K.o.-Phase steht alles auf des Messers Schneide. Das sind 50:50-Spiele, die in einem kleinen Moment, vielleicht durch einen Eckball oder Freistoß, entschieden werden. Die Aufgabe Sporting Lissabon ist nicht zu unterschätzen. Wir haben den Gegner schon ein paar Mal beobachten lassen, mein Co-Trainer Nick Theslof war erst vorgestern in Lissabon. Das ist eine richtig gute Mannschaft mit sehr guten Einzelspielern, die in Portugal um den Titel mitspielt. Das wird ein harter Brocken, aber wir glauben, dass wir diesen Brocken erledigen können. Und wenn wir weiterkommen, sind immer noch große Namen im Wettbewerb. Wenn wir dann einen ziehen, wäre das eine super Sache. Verstecken brauchen wir uns vor niemandem. Aber erst müssen wir die schwere Hürde Sporting nehmen. Es ist ein kleiner Vorteil, zunächst auswärts anzutreten, denn beim Rückspiel in der Allianz Arena sind wir mit unseren Fans im Rücken eine Macht.“

…die Spielweise des FC Bayern: „Unsere Spielweise, die jetzt immer mehr zum tragen kommt - schnell umzuschalten, Tempofußball zu spielen, immer hellwach zu sein -, wird vorgegeben von der Champions League. Die Champions League verkörpert 90 Minuten Powerfußball, da darfst du dir keinen Fehler erlauben und musst versuchen, den Gegner mürbe zu machen. Da müssen wir einfach mitziehen, und das haben wir auch getan. Wir sind jetzt in der Lage, das Tempo über 90 Minuten zu gehen. Spielerisch haben wir ohnehin eine super Mannschaft. Wenn wir dem Gegner aber auch im Läuferischen einen Tick voraus sind, dann wird es echt schwer, uns zu schlagen.“

…seine Trainingsmethoden: „Ich hatte über Jahre hinweg die Gelegenheit, viele Trainer besuchen zu dürfen und in andere Sportarten hineinzuschnuppern. Ich war in Südamerika bei Trainerseminaren, bin ständig mit anderen Trainern im Austausch. Da habe ich überall Dinge aufgeschnappt, die wir zum Teil in unser Training einfließen lassen: zum Beispiel individuelles Fitnessprogramm und verletzungsvorbeugende Übungen. Ich probiere solche Dinge aus. Und wenn es nicht passt, schmeißen wir es wieder weg.“

…seine Anfänge als Fußballer: „Ich habe mit achteinhalb Jahren angefangen und war von Anfang an Mittelstürmer. In der ersten Saison habe ich nur ein paar wenige Spiele gemacht, in der zweiten, als Neunjähriger, habe ich schon ein bisschen für Furore gesorgt. Da habe ich gegen den SV Eichelberg in einem Spiel 16 Tore gemacht, bei zwei Mal 20 Minuten Spielzeit. Als kleiner Bub hat mir mein Vater ein Buch gegeben, in dem ich jedes einzelne Spiel - vom ersten bis zum Ende der A-Jugend - mit dem Ergebnis und meiner Tor-Zahl festgehalten habe.“

…sein Leben in München: „Es ist um einiges schöner als damals als Spieler. Denn in den Länderspielpausen hat man jetzt mal die Zeit, wegzugehen, in die Stadt hineinzufahren und das wunderschöne Umland kennen zu lernen. Ich war schon auf der Zugspitze, in Berchtesgaden, in Salzburg. Das genieße ich jetzt viel intensiver als vor 12, 13 Jahren, wo man als Spieler nur von Spiel zu Spiel gehetzt ist. Meine gesamte Familie fühlt sich sehr wohl in München.“

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