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Van Buyten im Interview

'Ein Tor machen, keines bekommen'

Er war der Torschütze des FC Bayern beim 1:2 gegen Köln, dabei ist Toreschießen gar nicht seine Hauptaufgabe. Daniel van Buyten ist Abwehrspieler und kämpft mit Martin Demichelis, Lucio und Breno um die zwei Plätze in der Innenverteidigung. Gegen Köln stand er erstmals in der Rückrunde in der Startformation und hofft nun, auch beim Champions-League-Spiel in Lissabon wieder zur ersten Elf zu gehören. Mit fcbayern.de sprach der 31 Jahre alte belgische Nationalspieler auf der Reise in die portugiesische Hauptstadt über seine Situation und das Duell mit Sporting.

Das Interview mit Daniel van Buyten:

fcbayern.de: Daniel, mit welchem Gefühl bist Du in den Flieger nach Lissabon gestiegen?
Van Buyten: „Mit dem Gefühl, dass wir in Lissabon wieder vieles gutmachen können. Ein Sieg würde uns auch für die Bundesliga guttun.“

fcbayern.de: Worauf wird es in Lissabon ankommen?
Van Buyten: „Wir wissen, dass Lissabon im Moment sehr gut drauf ist. Da kommt Schwerstarbeit auf uns zu. Aber ich denke, dass wir die Qualität haben, dort unsere Ziele zu erreichen - auch wenn es zuletzt in der Bundesliga nicht so gut lief. Wir müssen einfach versuchen, ein Tor zu machen und keines zu bekommen. Ein 1:0 wäre nicht schlecht.“

fcbayern.de: Du hast schon vor zwei Jahren mit dem FC Bayern bei Sporting Lissabon gespielt.
Van Buyten: „Da haben wir 1:0 gewonnen, aber es war ein schwieriges Spiel. Da standen wir unter Druck, mussten lange in Unterzahl spielen, die Atmosphäre im Stadion war heiß. Aber es hat damals mit einem Sieg geklappt, hoffentlich jetzt wieder.“

fcbayern.de: Wirst Du am Mittwoch wieder in der Startelf stehen?
Van Buyten: „Das weiß ich leider noch nicht.“

fcbayern.de: Gegen Köln hast Du Dein erstes Pflichtspiel in diesem Jahr von Beginn an bestritten. Wie zufrieden warst Du mit Dir?
Van Buyten: „Wenn man auf der Bank sitzt, ist man natürlich froh, wenn man wieder seine Chance kriegt. Da hat man Lust, zu zeigen, dass man hungrig ist, gewinnen will und in der Startelf stehen möchte. Dafür habe ich alles gegeben. Mit meinem Tor kurz vor Schluss wollte ich unbedingt zeigen, dass es noch nicht zu Ende ist. Und fast hätten wir noch ein Unentschieden herausgeholt. Es hat mich gefreut, dass ich gespielt und ein Tor gemacht habe. Aber wir haben verloren, deswegen bin ich nicht wirklich zufrieden.“

fcbayern.de: Wie schwer ist es, nach längerer Zeit ohne Spielpraxis den Rhythmus zu finden?
Van Buyten: „Das ist immer schwierig. Trainingseinheiten kann man mit Spielen nicht vergleichen. Durch Spiele holt man sich das letzte Quäntchen Fitness. Wenn man auf der Bank sitzt, muss man doppelt so viel trainieren wie die anderen, um möglichst fit zu sein. Es ist dann aber einfach wichtig, im Training Leistung zu zeigen, um bereit zu sein. Man weiß nie, wann der Trainer einen braucht.“

fcbayern.de: Zuletzt hat es in der Bayern-Abwehr nicht immer ganz gepasst. Was könnt Ihr in Lissabon besser machen?
Van Buyten: „Wenn man ein Gegentor bekommt, liegt das nicht nur an der Abwehr. Alle elf Spieler sind gefordert. Die ganze Mannschaft spielt nach vorne, die ganze Mannschaft muss auch nach hinten arbeiten. Das müssen wir versuchen, wieder hinzukriegen – besonders gegen einen Gegner wie Sporting Lissabon. Die schalten unheimlich schnell von Abwehr auf Angriff um.“

Das Interview führte: Nikolaus Heindl

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