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Spitzentrio sieglos

FCB bläst gegen BVB zur Aufholjagd

Karl-Heinz Rummenigge sah recht zufrieden aus. Als Experte hatte der Vorstandschef des FC Bayern im Premiere-Studio die Bundesligaspiele des Samstagnachmittages verfolgt und live miterlebt, wie die Konkurrenz der Münchner Federn ließ. So kam Tabellenführer Hoffenheim bei Schlusslicht Borussia Mönchengladbach nicht über 1:1 hinaus (der zukünftige Bayer Alexander Baumjohann hatte die Borussia in Führung gebracht). Und der Hamburger SV verlor in letzter Minute beim Tabellen-16. Karlsruhe mit 2:3. Schon am Freitagabend hatte Hertha BSC bei Arminia Bielefeld nur 1:1 gespielt.

Alle drei Mannschaften also, die vor dem 19. Spieltag in der Tabelle vor dem Titelverteidiger lagen, konnten nicht gewinnen. „Wir haben heute Steilvorlagen erhalten, die müssen wir jetzt nützen und am Sonntag Dortmund schlagen“, erklärte Rummenigge. In der Neuauflage des letztjährigen Pokalfinales gegen Borussia Dortmund können die Bayern in der restlos ausverkauften Allianz Arena wieder bis auf einen Punkt an Hoffenheim heranrücken und Tabellenplatz zwei einnehmen (ab 16.45 Uhr im Liveticker und im FCB.tv-Webradio).

Damit es der Spieltag der Bayern wird, muss gegen die Remiskönige der Liga - in jedem zweiten Spiel dieser Saison teilten sich die Dortmunder die Punkte mit dem Gegner - natürlich ein Sieg eingefahren werden. „Das ist ein wichtiger Moment. Wir wissen, dass wir dringend nachlegen müssen, um die Ansprüche zu erfüllen, die wir uns selbst gestellt haben“, sagte Klinsmann. „Wir sind verpflichtet zu gewinnen - egal wie“, erklärte Kapitän Mark van Bommel.

Durch das unglückliche und unnötige 0:1 zum Rückrundenauftakt beim HSV haben sich die Bayern selbst unter Zugzwang gesetzt und drängen nun auf Wiedergutmachung. „Die Mannschaft ist heiß und hat sich sehr viel vorgenommen, weil sie selbst sehr verärgert über das verlorene Spiel in Hamburg war“, sagte Klinsmann. In mehreren Besprechung und Video-Sitzungen hatte er dem Team in den Vortagen die Fehler beim Spiel in Hamburg aufgezeigt.

„Wer in der ersten Hälfte zu wenig tut, der hat in der zweiten Hälfte auch nicht das nötige Glück“, analysierte Klose die Auftaktniederlage. Klinsmann forderte daher für Sonntag von den Seinen. „Wir müssen von der ersten Minute an hohes Tempo gehen und den Gegner unter Druck setzen.“ Das war den Bayern beim HSV nur in der zweiten Halbzeit gelungen, doch dann viele gute Chancen zum Ausgleich ausgelassen.

Ungewohnte acht Tage hatte Klinsmann mit seiner Mannschaft Zeit, sich zwischen dem Freitagsspiel in Hamburg auf die Sonntagspartie gegen Dortmund vorzubereiten. „Wir haben die ganze Woche sehr gut auf einem hohen Niveau trainiert. Wir schauen mit viel Ehrgeiz nach vorne“, sagte Klinsmann und ergänzte: „Dortmund hat bis jetzt nur zwei Bundesligaspiele verloren. Ich hoffe, am Sonntag kommt das dritte dazu.“

Laut Statistik sieht es dafür jedenfalls sehr gut aus. Der letzte Sieg der Dortmunder beim FCB stammt aus der Saison 1990/91. Zudem haben die Bayern seit 23 Spielen nicht mehr an einem Sonntag verloren und die letzten vier Heimspiele allesamt gewonnen, darunter war auch das 5:0 gegen den BVB im letzten Jahr. Van Bommel sagte: „Wir gehen davon aus, dass wir drei Punkte holen. Dann stehen wir wieder gut da.“

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