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Ohne Luca Toni

FCB 'mit Wut im Bauch' gegen Köln

Die Karnevalszeit strebt ihrem Höhepunkt entgegen, doch der FC Bayern will dem 1. FC Köln die närrischen Tage gründlich vermiesen. Nach zwei Niederlagen in drei Rückrundenspielen brennt der deutsche Rekordmeister darauf, mit einem Heimsieg am Samstag gegen die Rheinländer (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) den Rückstand auf die Tabellenspitze wieder zu verringern und zugleich Selbstvertrauen zu tanken für die kommenden Aufgaben in drei Wettbewerben.

„Nachdem wir es nicht geschafft haben, in Berlin Tabellenführer zu werden, müssen wir sehen, dass wir weiter nach oben klettern“, gab FCB-Torwart Michael Rensing die Marschrichtung für die Partie gegen die „Geißböcke“ aus. Nach der Niederlage in Berlin am vergangenen Wochenende liege „keine schöne Woche“ hinter ihm und seinen Kollegen. „Wir haben alle Wut im Bauch. Da brauchen wir nicht lange drum rumreden: Drei Punkte sind Pflicht“, sagte der 23-Jährige.

Dass der FCB bei günstigem Spieltagsverlauf am Sonntag gar der Sprung an die Tabellenspitze gelingen könnte, spielt derzeit nur eine untergeordnete Rolle. „Für uns zählt nur, dass wir unseren Job machen“, sagte Cheftrainer Jürgen Klinsmann. Bedeutet im Klartext: „Wir müssen Köln schlagen und drei Punkte holen. Das ist die klare Vorgabe.“ Und Kapitän Mark van Bommel ergänzte: „Wir haben zwei Mal verloren, jetzt müssen wir die nächsten Spiele gewinnen. Es gibt keine Ausreden mehr.“

Gegen den auswärtsstarken Aufsteiger - 13 von 25 Punkten holten die Kölner in der Fremde - werde es „langsam Zeit, eine kleine Serie zu starten“, forderte Miroslav Klose. Der Angreifer, der unter der Woche an einer Sprunggelenksprellung laborierte, gab sich vor dem Abschlusstraining am Freitag zuversichtlich, in der ausverkauften Allianz Arena auflaufen zu können. „Das geht schon.“

Oddo steht wieder zur Verfügung

Verzichten muss Klinsmann dagegen auf Kloses Sturmpartner Luca Toni. Der italienische Weltmeister muss wegen einer Reizung an der Achillessehne passen. „Das Risiko ist zu groß, auch in Hinblick auf das Spiel in Lissabon“, erklärte Klinsmann. Für Toni stehen Landon Donovan oder Lukas Podolski (Klinsmann: „Er ist jetzt vollkommen fit“) als Alternativen zur Verfügung. Auch Massimo Oddo steht nach abgesessener Rot-Sperre wieder bereit und brennt auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz im Jahr 2009.

Vor dem Auftakt in die „heiße Phase“ mit sieben Spielen in 22 Tagen, darunter die drei schweren Auswärtsaufgaben in Lissabon, Bremen und Leverkusen, sprach Klinsmann von „spannenden Wochen“, die auf den Rekordmeister zukämen. „Da wird sich viel tun.“ Umso wichtiger wäre da eine gelungene Champions-League-Generalprobe gegen Köln, „um mit breiter Brust nach Lissabon zu fahren“, wie Rensing anmerkte.

Aschermittwoch am Samstag

Die Kölner dagegen plagten Sorgen ganz anderer Art. Pünktlich zum Beginn der „fünften Jahreszeit“ verließen die Rheinländer die Domstadt und traten bereits am Donnerstag die Reise nach München an. „Wir wollen dem Karnevalstrubel entgehen und die Spieler erst gar nicht in Versuchung führen“, begründete der Kölner Trainer Christoph Daum diese Maßnahme. Ein Erfolg in München würde die Feierlaune sicherlich erhöhen, doch der FCB wird alles daran setzen, dass der Aschemittwoch für den FC bereits am Samstag stattfindet.

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