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Lieblingsgegner Hertha BSC

FCB-Stürmer treffen gerne gegen Berlin

Berlin, da kann man sich ganz sicher sein, ist für Luca Toni immer eine Reise wert. Im Juli 2006 gewann er dort mit der italienischen Nationalmannschaft das WM-Finale gegen Frankreich. Und vor knapp zehneinhalb Monaten führte Toni den FC Bayern im Berliner Olympiastadion mit zwei Toren zum DFB-Pokal-Erfolg über Borussia Dortmund. „Ich habe viele gute Erinnerungen an Berlin“, sagt Toni, der sich sogar Jahreszahl und Ort des WM-Endspiels auf seinen Oberarm tätowieren ließ (im Bild).

Am Samstag nun steht der 31-Jährige vor der Rückkehr in die deutsche Hauptstadt und gleichzeitig vor einer Premiere. Zum ersten Mal spielt er im Olympiastadion gegen Lokalmatador Hertha BSC. Vor einem Jahr fehlte Toni bei diesem Auswärtsspiel der Bayern verletzungsbedingt. Die Partie damals endete 0:0 - vielleicht auch aufgrund Tonis Ausfall, denn der Italiener trifft gegen die Berliner besonders gerne: in zwei Spielen schon vier Mal.

Diesmal dürfte Toni besonders heiß auf Tore sein. Der Weltmeister war vor einer Woche von Jürgen Klinsmann beim 3:1- Sieg gegen Borussia Dortmund ausgewechselt worden. Er habe mit Toni gleich am Mittwoch nach der Rückkehr des Angreifers von der 0:2-Niederlage Italiens gegen Brasilien „ein nettes Gespräch" geführt, berichtete der Bayern-Coach. „Der Frust, den Luca hatte, als er beim Stand von 1:1 vom Platz musste, ist normal“, bemerkte Klinsmann und betonte schon zu Wochenbeginn: „Luca ist bei uns gesetzt.“

Aber nicht nur Toni scheint gegen die „Alte Dame“ aus Berlin besonders gut zu zielen. Auch Sturmpartner Miroslav Klose ist in seiner bisherigen Bundesligakarriere mit zehn Toren extrem treffsicher vor dem Hertha-Tor. „Ich weiß, dass ich gegen Berlin schon öfters getroffen haben, warum das so ist, weiß ich aber auch nicht“, sagte Klose auf Anfrage von fcbayern.de.

Beim Hinspiel Ende August erzielte der Nationalstürmer per Foulelfmeter (im Bild unten) genau wie Toni seinen ersten Saisontreffer. „Ich habe gegen den HSV eine ähnlich gute Statistik, beim Spiel vor zwei Wochen hatte ich dann aber kein Glück im Abschluss“, gab der Nationalstürmer zu bedenken. Klose wollte ansonsten gar nicht so viel über seine Erfolgsstatistik reden: „Ich hoffe, dass ich am Samstag treffen kann und wir drei Punkte holen.“

Jürgen Klinsmann hat in seinem Sturm aber noch einen weiteren echten Hertha-Spezialisten. Lukas Podolski schoss bereits sechs Tore gegen den aktuellen Tabellendritten. Ob der 24-Jährige am Samstag die Möglichkeit bekommt, seine Statistik weiter auszubauen, ist noch fraglich. Klinsmann will erst nach dem Abschlusstraining entscheiden, ob er Podolski, der in diesem Jahr noch kein Spiel bestritten hat, mit nach Berlin nimmt. Mit 43 Toren in Berlin sind die Bayern übrigens so treffsicher wie kein anderer Bundesligist.

Sollten Toni und Klose aber am Samstag Ladehemmung haben und Podolski nicht zum Kader gehören - keiner der drei Bayern-Stürmer schoss gegen ein Bundesligateam mehr Tore als gegen die Hertha -, dann hätte Klinsmann noch eine absolute Geheimwaffe auf der Bank sitzen: Torwart Hans Jörg Butt. Der Ersatzmann von Michael Rensing erzielte gegen Berlin bereits drei (Elfmeter-)Tore.

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