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Ohne Toni

FCB will in Bremen nachlegen

Mit neuem Selbstvertrauen aber auch mit Personalsorgen reist der FC Bayern zum Bundesligagastspiel am Sonntag bei Werder Bremen. Vier Tage nach dem 5:0-Paukenschlag in der Champions League bei Sporting Lissabon will der deutsche Rekordmeister gegen die Hanseaten auch in der Liga nachlegen und den Rückstand auf die Tabellenspitze verkürzen. Allerdings muss Trainer Jürgen Klinsmann bei diesem Vorhaben auf einige Spieler verzichten.

So brach Torjäger Luca Toni am Samstag das Abschlusstraining aufgrund neuerlicher Achillessehnenbeschwerden ab. Ein Einsatz des italienischen Weltmeisters im Weserstadion ist ebenso ausgeschlossen wie der von Daniel van Buyten, der wegen eines grippalen Infekts erst gar nicht trainieren konnte. Hinter dem Einsatz von Philipp Lahm steht noch ein Fragezeichen, beim Nationalverteidiger ist ebenfalls eine Grippe im Anflug. Dafür meldete sich überraschend Massimo Oddo einsatzfähig. Der Italiener beißt trotz einer im Lissabon-Spiel erlittenen Knöchelprellung auf die Zähne und wird in Bremen spielen können.

Ungeachtet der Personalsituation sowie des jüngsten Erfolgserlebnisses in der „Königsklasse“ weiß man beim FCB, worauf es gegen Bremen ankommt. „Wir dürfen nicht so tun, als wenn nichts passiert wäre, in der Meisterschaft ist es jetzt fünf vor zwölf, wir müssen jetzt punkten“, forderte Manager Uli Hoeneß. „Der Sieg gegen Lissabon ist nur eine tolle Geschichte, wenn wir in Bremen nachlegen. Denn eine Niederlage in Bremen können wir uns eigentlich nicht leisten.“

Das weiß auch Klinsmann, der nach drei Niederlagen in vier Rückrundenspielen sowie der deutlichen 2:5-Pleite im Hinspiel wenig Motivationsbedarf bei seinen Spielern sieht. „Wir haben zwei Möglichkeiten: Das Ergebnis vom 2:5 an die Wand in der Kabine hängen oder die Tabelle“, sagte der 44-Jährige und sprach von einer „klaren Ausgangsposition: Wir müssen nachlegen, um wieder an die Tabellenspitze ran zu rücken.“

Ein packendes Spiel

Dabei könnte den Münchnern durchaus entgegen kommen, dass die Gastgeber, die im UEFA-Pokal unter der Woche ebenfalls Selbstvertrauen getankt haben, sich anders als Hertha BSC Berlin oder der 1. FC Köln gerade vor eigenem Publikum nicht hinten rein stellen werden. „Beide Mannschaften sind nach vorne orientiert, wollen lieber einen Sieg als ein Unentschieden“, weiß auch Klinsmann. „Ich denke, dass es ein packendes Spiel wird.“

Ähnlich sieht es Franck Ribéry: „Es ist immer angenehmer, gegen Mannschaften zu spielen, die gerne angreifen und Tore schießen wollen - so wie wir es immer tun“, meinte der Franzose, der beim Hinspiel noch verletzt gefehlt hatte und von der Tribüne aus tatenlos zusehen musste, wie seine Kollegen unter die Räder kamen. „Ich erinnere mich sehr gut an das 2:5“, so Ribéry, für den die Partie „genauso wichtig“ ist wie das Spiel am Mittwoch in Lissabon.

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