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'Spaß wiedergewonnen'

Mit Lissabon-Schwung nach Bremen

Die Euphorie nach dem klaren 5:0-Erfolg in Lissabon hielt sich in Grenzen, schon kurz nach dem Schlusspfiff richtete sich die Konzentration beim FC Bayern auf das nächste Bundesligaspiel am Sonntag bei Werder Bremen. „Wir haben ein bisschen was verbockt in der Bundesliga. Wir haben Nachholbedarf“, sagte Trainer Jürgen Klinsmann vor der Partie am Sonntag beim Nordrivalen.

„Wir müssen da weitermachen, wo wir in Lissabon aufgehört haben“, meinte auch der ehemalige Bremer Miroslav Klose vor der Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte. Hinten zu null und vorne effektiv und treffsicher - so will der Rekordmeister nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge in der Liga wieder zurück in die Erfolgsspur finden und den Vier-Punkte-Rückstand auf die Tabellenspitze verringern.

Absoluter Quatsch

„Die ganze Mannschaft hat in Lissabon den Spaß wiedergewonnen“, sagte Franck Ribéry am Freitag in München und setzt trotz seines eigenen stetigen Offensivdrangs vor allem auf den Faktor Sicherheit. „Es ist sehr wichtig, kompakt zu sein und zusammenzustehen. Das haben wir in Lissabon gezeigt und es hat gut funktioniert.“

Dass die wiedergewonnene Stabilität auf Initiative der Spieler und einer internen Mannschaftssitzung zurückzuführen sei, wie in den Medien berichtet wurde, wiesen sowohl Ribéry („Davon weiß ich nichts“) als auch Klose deutlich zurück. „Das ist absoluter Quatsch“, sagte Klose, „ich kann bestätigen, es gab keine Mannschaftssitzung, in der wir dem Trainer die Taktik vorgeschlagen haben.“

Van Bommel nimmt Stellung

Vielmehr habe der Mannschaftsrat nach der Niederlage gegen Köln gemeinsam mit dem Trainer das Spiel analysiert. „Wir waren uns einig, wenn man drei von vier Spielen verliert als Bayern München, dass da was nicht stimmt. Der Trainer war in jedem Gespräch dabei“, bestätigte Klose. „Wir hatten keine andere Taktik. Wir waren einfach sehr kompakt, alle haben sowohl defensiv als auch offensiv mitgearbeitet. Das werden wir auch gegen Bremen wieder versuchen“, fügte Ribéry an.

Auch Kapitän Mark van Bommel nahm am Freitag zu der Berichterstattung in der Presse Stellung. Im Namen der Mannschaft erklärte der 31-Jährige in einer Pressemitteilung, dass es „keine Sitzung ohne Trainer Jürgen Klinsmann gegeben hat“ und „dass es keine Entscheidung der Spieler über ein anderes Spielsystem gibt.“ Entscheidungen über Spielsysteme seien „stets Entscheidungen des Trainers.“

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