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WM-Qualifikation

Acht Bayern wollen nach Südafrika

Sie hatten es eilig! Kaum zehn Minuten waren seit dem Abpfiff des Bundesligaheimspiels gegen den Karlsruher SC vergangen, da verließ Lucio als Erster der Bayern-Profis im Rekordtempo die Allianz Arena. Geduscht und geföhnt stieg der Brasilianer in sein Auto und brauste davon. Nur wenige Minuten später folgte ihm Martin Demichelis. Das Ziel der beiden Innenverteidiger: Der Münchner Flughafen, von wo sie noch am Samstagabend Richtung Südamerika aufbrachen.

In ihrer Heimat geht es für die beiden mit ihren Nationalmannschaften wieder um Punkte in der Qualifikation zur WM 2010 in Südafrika. Lucio muss am kommenden Sonntag mit dem fünfmaligen Weltmeister Brasilien in Quito gegen Ecuador antreten, drei Tage später empfängt die „Selecao“ die Auswahl Perus in Porto Alegre.

Heimspiel für Demichelis

Ein Heimspiel der besonderen Art wartet auf Martin Demichelis und Argentinien, die am Samstag in Buenos Aires auf Venezuela treffen. Die Partie steigt im „Estadio Monumental“, der Heimstätte von Demichelis‘ Heimatverein River Plate. Drei Tage später muss die „Albiceleste“ das unangenehme Auswärtsspiel gegen Bolivien im 3.600 Meter hoch gelegenen Regierungssitz La Paz bestreiten.

In der Südamerika-Gruppe liegen Brasilien (17 Punkte) und Argentinien (16) hinter Spitzenreiter Paraguay (23) auf den Plätzen zwei und drei. Im Modus Jeder-gegen-jeden qualifizieren sich nach Hin- und Rückspiel die ersten vier Teams direkt für die Titelkämpfe in Südafrika, die fünftplatzierte Mannschaft erwartet ein Playoff gegen das viertbeste Land aus der Nord-, Mittelamerika- und Karibikzone.

Spitzenreiter auf dem Prüfstand

Ihre Spitzenposition verteidigen wollen dagegen Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski mit der deutschen Nationalmannschaft in der europäischen Qualifikationsgruppe 4. In Leipzig trifft die DFB-Auswahl (10 Punkte) am Samstag auf Tabellenschlusslicht Liechtenstein (1), vier Tage später geht es in Cardiff gegen den Dritten Wales (6). „Wir müssen diese zwei Spiele gewinnen“, machte Podolski unmissverständlich klar.

Einen fast schon vorentscheidenden Schritt Richtung Südafrika können Mark van Bommel und die Niederlande machen. Als souveräner Tabellenführer der Gruppe 9 (9 Punkte) empfängt der Bayern-Kapitän mit der „Elftal“ in Amsterdam Verfolger Schottland (4). Mit einem Sieg gegen die „Bravehearts“ und einem weiteren Erfolg vier Tage später an gleicher Stelle gegen Mazedonien (3) wäre den „Oranjes“ die WM-Teilnahme bei drei noch ausstehenden Spielen kaum noch zu nehmen.

Hin- und Rückspiele für Ribéry und Van Buyten

Zittern muss hingegen Franck Ribéry mit Vize-Weltmeister Frankreich. Mit vier Punkten aus drei Spielen rangiert die „Equipe Tricolore“ in der Gruppe 7 nur auf Rang drei hinter Serbien und Litauen (je 9), die aber jeweils ein Spiel mehr haben. In Kaunas kann Frankreich am Samstag den Rückstand auf Litauen bereits etwas verkürzen, ehe es am Mittwoch in Paris zum Rückspiel gegen den Balten-Staat kommt.

Zu einem „Double-Feature“ kommt es auch für Daniel van Buyten und Belgien in der Quali-Gruppe 5. Die „Roten Teufel“, mit sieben Punkten in Lauerstellung hinter Europameister Spanien (12) und der Türkei (8) trifft gleich zwei Mal innerhalb von vier Tagen auf die Auswahl von Bosnien-Herzegowina (6). Am Samstag steigt zunächst das Hinspiel in Genk, vier Tage später folgt das Rückspiel in Zenica.

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