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Auch ohne Toni und Lahm

Bayern hungrig aufs Pokalhalbfinale

Es geht um alles oder nichts, doch ausgerechnet jetzt muss der FC Bayern mit ernsthaften Personalproblemen klarkommen. Sowohl Philipp Lahm (grippaler Infekt) als auch Luca Toni (Achillessehnenreizung) stehen dem Titelverteidiger am Mittwochabend im DFB-Pokalviertelfinale bei Bayer Leverkusen (ab 20.15 Uhr im FCB-Liveticker) nicht zur Verfügung.

„Philipp ist auf dem Weg der Besserung, aber das Spiel kommt noch zu früh für ihn“, sagte Jürgen Klinsmann über den deutschen Nationalspieler. Während Lahm am kommenden Samstag im Bundesligaheimspiel gegen Hannover 96 wieder zur Verfügung stehen dürfte, ist bei Toni derzeit nur schwer eine Prognose abzugeben. „Man steckt da nicht drin. Mal ist es besser, dann kommt der Schmerz wieder. Unsere Mediziner tun alles, dass sie das hinbekommen“, berichtete Klinsmann.

Aber auch ohne Lahm und Toni haben die Bayern das Halbfinale fest ins Visier genommen. „Wir wollen in allen drei Wettbewerben bis zum Schluss dabei sein. Die Jungs sind hungrig auf dieses Spiel“, sagte Klinsmann vor dem Abschlusstraining an der Säbener Straße. „Wir haben die Möglichkeit, einen guten Schritt in Richtung eines Titels zu machen“, verdeutlichte Tim Borowski.

Nach zwei Dritteln der Saison steht der Rekordmeister in der Bundesliga unter Zugzwang. „Es ist fünf vor zwölf. Das ist uns allen klar“, sagte Klinsmann nach nur vier Punkten aus den fünf Rückrundenpartien. Doch in den Pokalwettbewerben Champions League und DFB-Pokal lief bisher alles nach Plan. „Nach dem Double-Gewinn im letzten Jahr hat die Champions League bei den Spielern eine ganz hohe Bedeutung. Da ist schon Tage zuvor die richtige Spannung da“, sagte Klinsmann. Im Ligaalltag hingegen hätte sich zuletzt ein „Schuss Sorglosigkeit und Überheblichkeit“ bei seiner Mannschaft eingeschlichen.

200. Pokalspiel für den FCB

Im 200. Pokalspiel ist für den FCB gegen eine spielstarke Leverkusener Mannschaft vollste Konzentration angesagt. „Das ist ein Alles-oder-nichts-Spiel“, betonte Klinsmann. „Wir müssen mit aller Macht die nächste Runde erzwingen, egal wie“, forderte Borowski. „Ob über Verlängerung und Elfmeterschießen ist und egal“, ergänzte Klinsmann: „Wir müssen sie über den Kampf in die Knie zwingen. Morgen gibt es nur Schwarz oder Weiß.“

Durch Lahms und Tonis Ausfall deutet einiges darauf hin, dass Klinsmann in der Düsseldorfer LTUarena die gleich Elf ins Rennen schickt wie am Sonntag beim 0:0 in Bremen. Zé Roberto dürfte also erneut als Lahm-Vertreter in der Viererabwehrkette fungieren (Klinsmann: „Er ist eine sehr gute Option“). Und im Sturm scheint der Bayern-Coach das Model mit Mittelstürmer Miroslav Klose und Franck Ribéry als hängende Spitze zu favorisieren. „Das hat in Bremen in der ersten Halbzeit sehr gut ausgesehen“, sagte Klinsmann und betonte: „Es ist schwer für uns, Luca Toni zu ersetzen.“

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