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Sechs Heimspiele

Bayerns kleiner Vorteil im Titelkampf

Das Titelrennen in der Bundesliga geht in die entscheidende Phase und verspricht so spannend zu werden, wie seit sieben Jahren nicht mehr. Zehn Spieltage vor Saisonende können sich fünf Mannschaften berechtigte Hoffnungen auf den Gewinn der Meisterschaft machen, nur sechs Punkte trennen Spitzenreiter Hertha BSC Berlin vom Fünften 1899 Hoffenheim.

Während die „alte Dame“ aus der Hauptstadt überraschend Konstant ihre Kreise an der Tabellenspitze zieht, ist unter den Verfolgerteams ein heißer Kampf entbrannt. Mit 49 Punkten rangiert die Hertha vier Zähler vor dem FC Bayern sowie den punktgleichen Mannschaften aus Wolfsburg und Hamburg. Weitere zwei Punkte dahinter folgt der Überraschungsaufsteiger aus Hoffenheim, der aber seit sechs Spielen auf einen Sieg wartet.

Noch sechs Heimspiele

„Es ist wichtig, dass die Berliner den bayerischen Atem spüren. Es wird Zeit, dass sie mal straucheln“, sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl Heinz Rummenigge nach dem abgeklärten 3:0-Sieg am Samstag. „Unsere Ausgangsposition ist nicht schlecht. Wir haben noch zehn Spiele, sechs zu Hause, vier auswärts. Die Hertha hat sechs auswärts und vier zu Hause“, rechnete Manager Uli Hoeneß vor und fügte ein „schaun mer mal“ an.

Und genau darin könnte der große Vorteil des Titelverteidigers liegen. Nicht nur, dass Hertha BSC sechs Mal in der Fremde ran muss, mit Stuttgart, Hoffenheim und Hamburg warten richtig schwere Aufgaben auf die Berliner. „Die Hertha hat einen Lauf im Moment. Aber das bringt uns nicht aus der Ruhe. Sie haben noch schwierige Auswärtsspiele vor sich“, weiß Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann.

Bestes Auswärtsteam

Das Auswärtsprogramm seiner Elf ist da vermeintlich einfacher. Neben Bielefeld und Cottbus muss der Rekordmeister zwar noch in Wolfsburg und Hoffenheim antreten, doch mit 22 Punkten aus 13 Spielen weist der FC Bayern die mit Abstand beste Auswärtsbilanz aller Titelaspiranten auf. „Wir müssen schauen, dass wir unsere Hausaufgaben machen. Wir lassen nicht locker, wir bleiben dran. Der Moment wird kommen“, ist Klinsmann sicher, über kurz oder lang die Tabellenführung zu erobern.

Der VfL Wolfsburg hat von der Papierform her zwar das leichteste Auswärtsrestprogramm (Bielefeld, Gladbach, Cottbus, Stuttgart, Hannover), allerdings weist das Team des früheren Bayern-Trainers Felix Magath mit lediglich elf Punkten die schlechteste Bilanz in der Fremde auf. Hinzu kommt, dass es die heimstärkste Mannschaft der Liga vor eigener Kulisse noch mit Bayern, Leverkusen, Hoffenheim, Dortmund und den wiedererstarkten Bremern zu tun bekommt.

Drucksituation liegt uns

Der FC Bayern hingegen empfängt in der Allianz Arena noch den Karlsruher SC, Eintracht Frankfurt, Schalke 04, Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen und den VfB Stuttgart. „Wir müssen Deutscher Meister werden, das ist uns bewusst. Diese Drucksituation liegt uns“, wähnt Klinsmann seine Mannschaft im Titelendspurt im Vorteil.

Auch auf den HSV (in Schalke, Stuttgart, Berlin, Bremen und Frankfurt) und Hoffenheim (in Hamburg, Karlsruhe, Wolfsburg, Bielefeld und Schalke) wartet ebenfalls noch manche schwere Auswärtsaufgabe bis zur Vergabe der Meisterschale. Doch all das ist nur Rechnerei und Spekulation, was zählt sind die tatsächlichen Ergebnisse auf dem Platz. Und da weiß Daniel van Buyten: „Wichtig ist, dass wir gewinnen, und dann schauen wir erst auf die Konkurrenten.“

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