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Die Stimmen zum Pokal-Aus

'Müssen nach vorne schauen'

Der erste Titel in dieser Saison ist futsch. Durch eine 2:4(0:0)-Niederlage bei Bayer Leverkusen hat sich der FC Bayern im Viertelfinale aus dem DFB-Pokal verabschiedet und kann damit seinen Titel aus der letzten Saison nicht mehr verteidigen. „Jetzt müssen wir uns auf die Bundesliga und die Champions League konzentrieren und leider den Pokal abhaken", sagte Trainer Jürgen Klinsman nach dem Spiel.

Die Stimmen im Überblick:

Uli Hoeneß: „Das war bis zum 3:0 eine sehr gute Leistung der Leverkusener, die uns sehr viele Schwierigkeiten gemacht haben. Unsere Mannschaft hat dann nach dem 0:3 unglaublich reagiert, wir waren dann dem 3:3 näher als die Leverkusener dem 4:2, aber wenn man dann total aufmachen muss, ist klar, dass man dann einen Konter kriegen kann. Leverkusen hat von Anfang an sehr stark nach vorne gespielt, wir haben versucht, das Spiel zu kontrollieren. Das ist uns bis in weite Teile der zweiten Halbzeit gelungen. Dann haben wir durch individuelle Fehler die Tore gekriegt. Dann war es natürlich schwer, noch mal zurückzukommen. Wir müssen die Mannschaft jetzt wieder so nach vorne bringen, dass wir unsere Ziele in der Bundesliga und Champions League erreichen.“

Jürgen Klinsmann: „Die Mannschaft ist natürlich enttäuscht. Wir wollten unbedingt ins Halbfinale, das ist uns nicht geglückt und das muss man dann erstmal schlucken. Es war von Anfang an ein offen geführtes Spiel war. Leverkusen hat viel, viel Druck gemacht, war sehr aggressiv und hat permanent versucht, uns zu pressen. Sie haben uns nicht zur Entfaltung kommen lassen. Die haben ein tolles Spiel gemacht und verdient gewonnen. Wir haben es versäumt, den Ball schnell laufen zu lassen, die Seiten zu verlagern und immer wieder Räume aufzureißen. Wir haben einige Fehler gemacht und dafür den Preis gezahlt. Als es 3:0 stand, sah es schwarz aus, aber dann kam die Mannschaft mit viel Engagement zurück und war nahe dran, dass 3:3 zu machen. Es bringt jetzt gar nichts, auf die Jungs einzuhauen, wir müssen jetzt nach vorne schauen. Jetzt müssen wir uns auf die Bundesliga und die Champions League konzentrieren und den Pokal leider abhaken.“

Miroslav Klose: „Es hat von der ersten Minute an die Laufbereitschaft gefehlt, der Wille, richtig in die Zweikämpfe zu gehen. Wir sind immer viel zu spät gekommen, deswegen haben die Leverkusener ihr Spiel aufziehen können. Auch wenn wir kompakt gestanden haben, sind die Leverkusener immer zu ihren Chancen gekommen. Also haben wir da irgendetwas nicht richtig gemacht. Mit so einer Bayern-Elf wie heute reicht es nicht, da muss ein Stück weit mehr kommen.“

Rudi Völler (Sportdirektor Bayer): „Ich muss allen Spielern ein Riesenkompliment machen. Dieses hohe Tempo zu halten über 90 Minuten, obwohl wir am Ende etwas unter Druck geraten sind, großen Respekt. In der letzten Viertelstunde haben wir etwas gewackelt. Aber wir sind im Grunde gut drauf, haben eine tolle Vorbereitung gemacht, sind gut in die Rückrunde gestartet, sind topfit, und das merkt man auch in jeder Phase des Spiels. Wir sind bis zur 90 Minuten ein ganz hohes Tempo gegangen, und irgendwann wirst du dann belohnt.“

Bruno Labbadia (Bayer-Coach): „Die Jungs haben sehr gut gearbeitet. Wir haben aus der Ordnung heraus gespielt und trotzdem offensiv. Wir haben eine unglaublich junge Mannschaft mit großem Potenzial, die aber Schwankungen unterliegt. Wir können den Sieg werten, aber es war ein wichtiger Schritt. Der FC Bayern ist nicht irgendeine Mannschaft, die hat Topspieler und wenn sie Druck aufbauen will, Druck aufbauen kann. Wir sind heil aus der Sache rausgekommen und haben alles in allem das Spiel hochverdient gewonnen.“

Patrick Helmes: „Wir haben heute alle eine überragendes Pokalspiel gesehen. Die ersten 70 Minuten waren wir das klar bessere Team und haben auch nicht zu unrecht 3:0 geführt. Dann wurde es noch mal ein bisschen eng, aber letztendlich war der Sieg hochverdient. Es passte alles, wir sind aggressiv rangegangen und haben den Bayern keine Luft zum Atmen gelassen. Und ich glaube, wir haben auch ganz gut nach vorne gespielt und uns viele Torchancen erarbeitet. Wenn wir schon zur Halbzeit führen, kann sich auch keiner beschweren. Jetzt wollen wir auch nach Berlin.“

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