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Laufen, kämpfen, jubeln

Podolski köpft sich in Schwung

„Ich hoffe, dass ich zum Erfolg des Teams noch viel beitragen kann. Wenn der Trainer mich bringt, versuche ich, das Beste zu geben.“ Das schrieb Lukas Podolski vor einer Woche auf seiner Homepage. Am Samstag ließ er seinen Worten Taten folgen.

Beim 5:1-Sieg gegen Hannover 96 stand der Nationalstürmer, der den Rekordmeister am Saisonende Richtung Köln verlassen wird, zum sechsten Mal in der laufenden Bundesligasaison in der Startelf des FC Bayern. Und prompt traf er. In der 73. Spielminute köpfte er eine Zé Roberto-Flanke zum zwischenzeitlichen 4:1 in die Maschen. Es war sein erstes Tor seit vier Monaten (seit dem 1. November beim 3:1 gegen Bielefeld).

„Der Treffer gibt mir Schwung, immerhin habe ich seit November nicht mehr richtig gespielt“, sagte der 23-Jährige nach dem Spiel. Rückenprobleme und ein grippaler Infekt hatten ihn Ende 2008/Anfang 2009 ausgebremst. Doch jetzt ist er zurück. „Die beste Medizin“ seien Tore für Stürmer, meinte Jürgen Klinsmann. Fast hätte Podolski am Samstag sogar eine doppelte Dosis dieser Medizin erhalten. Ein weiteres Tor wurde ihm wegen Abseits allerdings aberkannt (33.).

Mit seinem Auftritt gegen Hannover hat der FCB-Stürmer, der sich meist mit der Jokerrolle hinter Luca Toni und Miroslav Klose zufrieden geben muss, dennoch beste Eigenwerbung betrieben. „Mich hat gefreut, dass Lukas heute ein Tor gemacht, Fouls herausgeholt hat und auch im Passspiel immer wieder involviert war“, lobte ihn Klinsmann, „er hat sich aufgeopfert und auch viel Defensivarbeit geleistet.“

Mehr Einsätze in Sicht

Überrascht hat den FCB-Cheftrainer Podolskis Leistung aber nicht. „Lukas hatte sich viel, viel vorgenommen“, berichtete Klinsmann, „er war schon den ganzen Tag bei der Sache und hatte eine richtig gute Anspannung.“ In der Halbzeit hat der Trainer seinem Stürmer zusätzlich Mut gemacht. „Ich habe ihm gesagt: Bleib jetzt dran, gibt nicht nach, du wirst dein Tor machen.“

So kam es dann. Podolskis Treffer gegen Hannover soll aber nicht sein letzter im FCB-Trikot gewesen sein. Für weitere Einsätze jedenfalls hat er sich empfohlen, zudem fällt Luca Toni weiterhin mit Achillessehnenproblemen aus. „Lukas ist immer eine Alternative, das ist gar keine Frage“, sagte Klinsmann, „er gibt sich wahnsinnig Mühe. Wenn er so spielt wie am Samstag, kann er auf mehr Einsätze hoffen.“

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