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Rückkehrer Altintop:

'Wir sollten mal ein Zeichen setzen'

Hamit Altintop hatte in der sechsten Spielminute viel Zeit nachzudenken. Mit dem Ball am Fuß lief er alleine auf Bremens Christian Vander zu. Er hatte drei Möglichkeiten: am Werder-Schlussmann vorbeizugehen, auf den mitgelaufenen Franck Ribéry abzuspielen oder selber aufs Tor zu schießen. Altintop entschied sich für Letzteres - und Vander parierte. Es wäre das 1:0 für den FC Bayern gewesen.

„Den hätte ich machen müssen, dann sieht es ganz anders aus“, ärgerte sich der türkische Nationalspieler am Tag nach dem 0:0 bei Werder. Zum ersten Mal seit sechs Monaten hatte der 26-Jährige im Weserstadion in der FCB-Startelf gestanden. „Das hat mit gut getan“, meinte er. Von Ende August bis Dezember war Altintop nach einer Mittelfußoperation ausgefallen. Ein Tor hätte sein Startelf-Comeback perfekt gemacht - egal ob er oder ein anderer Bayern-Profi dies erzielt hätte.

„Zum einen fehlte ein Quäntchen Glück, zum anderen hatten wir nicht den unbedingten Willen, das Tor zu machen“, bemängelte Tim Borowski, der am Sonntag ebenfalls mehrfach mit Torschüssen erfolglos geblieben war. „Wir dürfen nicht jammern“, sagte Altintop, der das Problem wie Borowski nicht nur am glänzend aufgelegten Bremer Keeper Vander festmachte, sondern auch an den Bayern selbst.

„Wir sind viel zu lieb und gehen nicht dahin, wo es weh tut“, meinte Altintop. Man müssen wieder „die einfachen Sachen machen, die einfachen Pässe spielen, den Mitspieler mitnehmen.“ Auf die restliche Bundesliga-Rückrunde blickt er dennoch „sehr, sehr optimistisch. Klar, es stehen vier Mannschaften vor uns, aber keine davon macht mir Angst. Wenn wir das zeigen, was wir können, stehen alle wieder hinter uns.“

'Siegesserie starten'

Ihre Klasse müsse die Mannschaft jetzt aber auch auf dem Platz beweisen und „mal ein Zeichen setzen“, sagte Altintop. Man müsse zeigen, „dass wir unbedingt Meister werden wollen. Sonst wird es langsam eng.“ Das glaubt auch Borowski: „Wir müssen jetzt eine Siegesserie starten. Da reicht dann vielleicht auch mal ein dreckiges 1:0.“

Altintop möchte dazu am liebsten weiter aktiv auf dem Rasen beitragen. „Ich hoffe, dass ich in der Mannschaft bleibe und das eine oder andere, das momentan fehlt, mit der Mannschaft umsetzen kann“, sagte er. Zum Beispiel beim Thema Chancenverwertung.

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