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Auf WM-Kurs

DFB-Team mit Arbeitssieg, Ribéry trifft

Am Mittwochabend haben gleich mehrere Spieler des FC Bayern einen wichtigen Schritt Richtung Weltmeisterschaft 2010 gemacht. Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und Lukas Podolski hielten mit der deutschen Nationalmannschaft unbeirrbar Kurs auf Südafrika, Mark van Bommel ist mit den Niederlanden die WM-Teilnahme nur noch theoretisch zu nehmen und Franck Ribéry hat mit Frankreich die Qualifikation in der eigenen Hand.

Mit einem glanzlosen, aber verdienten 2:0 (1:0)-Arbeitssieg hat das DFB-Team gegen Wales die Tabellenführung in Gruppe 4 untermauert. Michael Ballack mit einem sehenswerten 30-Meter-Fernschuss (11. Minute) und ein Eigentor von Ashley Williams (48.) reichten den Deutschen vor 26.000 Zuschauern im Millennium-Stadion von Cardiff zum zweiten Dreier innerhalb von fünf Tagen. Dabei bestritt Lahm die komplette Partie, Podolski wurde nach 72 Minuten ausgewechselt, der leicht angeschlagene Schweinsteiger ging in der 86. Minute vom Platz.

Van Bommel so gut wie durch

„Es war wichtig, dass wir heute gewonnen haben“, sagte Podolski nach dem Spiel, „es war eine schwere Aufgabe, aber am Ende haben wir souverän gewonnen.“ Auch Bundestrainer Joachim Löw war zufrieden: „In der ersten Halbzeit sind wir gut ins Spiel gekommen. Nach dem 2:0 ist das Spiel dahingeplätschert. Die Spieler haben gemerkt, dass sie das Spiel in Griff haben und waren wohl nicht mehr bereit, das Tempo hochzuhalten. Wir sind in der Qualifikation absolut im Soll.“ In der Tabelle führt Deutschland nach sechs von zehn Spielen weiter mit vier Punkten vor Russland.

Acht Zähler Vorsprung auf Rang zwei bei nur noch drei ausstehenden Spielen hat die Niederlande in Gruppe 9 nach einem 4:0 (3:0)-Heimerfolg gegen Mazedonien. Das „Oranje“-Team, bei dem Mark van Bommel 90 Minuten durchspielte, hatte in Amsterdam keine Probleme mit den harmlosen Gästen. Dirk Kuyt (16., 41.), Klaas-Jan Huntelaar (25.) und Rafael van der Vaart (87.) trafen.

Ribéry erneut treffsicher

In Paris war derweil einmal mehr Ribéry der Mann des Abends. Der FCB-Profi erzielte wie beim Hinspiel vier Tage zuvor den 1:0-Siegtreffer für die „equipe tricolore“ gegen Litauen. Damit verdrängten die Franzosen die Litauer vom zweiten Tabellenplatz in Gruppe 7 und haben Rang eins mit nur zwei Punkten weniger als Spitzenreiter Serbien in Griffweite. Im September treffen beide Teams direkt aufeinander.

Kaum noch Hoffnungen auf die WM kann sich hingegen Daniel van Buyten machen. In Bosnien-Herzegowina musste sich der Innenverteidiger mit Belgien 1:2 (0:2) geschlagen geben. In Gruppe 5 haben die Belgier nun fünf Punkte Rückstand auf die Bosnier, die den zweiten Rang belegen. Ein früher Doppelpack (12., 15.) von Wolfsburgs Edin Dzeko entschied in Zenica die Partie. Gill Swerts gelang kurz vor Schluss (89.) nur noch der Anschlusstreffer für Belgien, das zudem in der 60. Minute Axel Witsel mit einer roten Karte verlor.

Herbe Pleite für Demichelis

Ganz und gar nicht erfreulich verlief der Mittwochabend auch für Martin Demichelis. Der FCB-Profi spielte beim Länderspiel Argentiniens in Bolivien zwar 90 Minuten durch, konnte die 1:6 (1:3)-Pleite seiner Mannschaft aber auch nicht verhindern. In La Paz sorgten Marcelo Martins (11.), Joaquin Botero (34./Elfmeter, 53., 66.), Alex Da Rosa (45.) und Didi Torrico (87.) für einen historischen Sieg des Tabellenvorletzten in der südamerikanischen WM-Qualifikation gegen die „Gauchos“. Luis Gonzalez (25.) gelang nur der zwischenzeitliche Ausgleich für Argentinien, das die erste Niederlage unter seinem neuen Trainer Diego Maradona hinnehmen musste.

In der Tabelle der Südamerika-Qualifikation rutschten die Argentinier auf Rang vier ab und wurden unter anderem von Brasilien überholt. Die „Seleção“ mit Kapitän Lucio gewann ihre Partie vor heimischem Publikum in Porto Alegre gegen Schlusslicht Peru mühelos mit 3:0 (2:0). Luis Fabiano (18./Elfmeter, 27.) und Felipe Melo (63.) trafen, Lucio spielte 90 Minuten durch. Damit hat Brasilien 21 Punkte, rangiert knapp hinter Paraguay (23) sowie vor Chile (20) und Argentinien (19). Die besten vier Teams qualifizieren sich direkt für die WM.

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