präsentiert von
Menü
Zukunftsplanung

FCB sucht in 'aller Ruhe' neuen Trainer

Mit der Trennung von Jürgen Klinsmann am späten Montagvormittag hat beim FC Bayern zugleich auch die Suche nach einem neuen Trainer für die kommende Spielzeit begonnen. Nur wenige Stunden, nachdem die Verantwortlichen des FCB die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Bundestrainer beendet haben, erklärte der Vorstand des deutschen Rekordmeisters die Trainersuche für eröffnet.

„Wir werden uns in der nächsten Zeit viele Gedanken machen und Gespräche führen und dann in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat eine entsprechende Lösung präsentieren“, kündigte Karl-Heinz Rummenigge auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz an. Dabei bestätigte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, dass das Engagement von Jupp Heynckes und Hermann Gerland „nur für vier Wochen, also für die nächsten fünf Spiele Gültigkeit hat.“

Bis zum Montag habe der Vorstand des FC Bayern „ganz bewusst keinen Trainer kontaktiert“, so Rummenigge. „Wir wollten Jürgen Klinsmann den Rücken freihalten.“ Gerüchten um eventuelle Nachfolger Klinsmanns erteilte Rummenigge eine klare Absage. „Vergessen sie alles, was sie bis heute an Meldungen vernommen haben. Bis dato haben noch keine Gespräch mit keinem Trainer stattgefunden.“ Das werde sich aber ab sofort ändern, kündigte Rummenigge an.

„Wir werden Gespräche führen mit aus unserer Sicht geeigneten Kandidaten und dann auch eine Entscheidung fällen.“ Auf der Suche nach einer „überzeugenden Lösung“ werde man sich aber „nicht selbst unter Zeitdruck setzen“, wie Rummenigge betonte. Andererseits wäre es jedoch wünschenswert, „wenn man zeitnah eine Lösung finden würde, um den Trainer in die Kaderplanung für die neue Saison einzubinden“, meinte Rummenigge weiter.

Bayern-Manager Uli Hoeneß betrachtet es als großen Vorteil, dass der FCB bei der Trainersuche „keine Geheimnistuerei“ mehr betreiben muss. Man könne jetzt frei den Markt sondieren und über möglichen Kandidaten diskutieren „ohne Rücksicht auf den bestehenden Trainer nehmen zu müssen.“ Dabei kann sich Hoeneß durchaus vorstellen, seinen Freund und Wegbegleiter Heynckes mit einzubeziehen. „Weil er ja ein sehr erfahrener Mann und ein dem FC Bayern sehr verbundener Mann ist.“

Hoeneß betonte, dass man „in aller Ruhe eine Entscheidung“ treffen wolle. Die nächsten „vier bis sechs Wochen“ werden er und seine Vorstandskollegen dazu nutzen, „eine Lösung für den 1. Juli zu finden.“ Bis dahin heißt es an der Säbener Straße: Jupp Heynckes, übernehmen sie!

Weitere Inhalte