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Der 'Tiger'

Gerland steht Heynckes zur Seite

„Hermann Gerland, du bist der beste Mann“, so schallt es regelmäßig von den Rängen, wenn die zweite Mannschaft des FC Bayern spielt. Ehrfurchtsvoll haben die FCB-Anhänger das Grünwalder Stadion, die Heimspielstätte des FC Bayern II, in „Hermann-Gerland-Kampfbahn“ umbenannt. Keine Frage: Bei den Fans des Rekordmeisters genießt der 54 Jahre alte Fußballlehrer längst Kultstatus.

Von 1990 bis 1995 und wieder seit 2001 betreut Gerland die zweite Mannschaft des FC Bayern. In der Saison 1991/92 war er zudem als Co-Trainer der Profis tätig, eine Aufgabe, die er jetzt übergangsweise erneut übernimmt. Für den FCB würde das Bochumer Urgestein wohl alles machen. „Ich bin Bochumer und werde es immer sein. Aber ich bin bei Bayern München, weil das ein überragender Verein ist“, sagte er.

Geborener Ausbilder

Gerland arbeitete bereits bei mehreren Profiteams als Trainer (u.a. VfL Bochum, 1. FC Nürnberg, Arminia Bielefeld), seine Bestimmung hat er aber beim FC Bayern II gefunden. „Ausbilden liegt mir besser als alles andere“, sagte er selbst über sich. Und so sind die größten Erfolge des Talentschmieds weniger seine beiden Regionalligameisterschaften (1998 mit Tennis Borussia Berlin, 2004 mit dem FCB II) oder das Erreichen des DFB-Pokalendspiels (1988 mit Bochum), sondern die lange Liste an Profis, die er zum Bundesligaspieler formte.

Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Zvjezdan Misimovic, Piotr Trochowski, Paolo Guerrero und zuletzt Mats Hummels sind nur einige der Akteure, die durch Gerlands harte Schule gingen. „Es ist immer ein gutes Gefühl, der Bundesliga einen Spieler zuzuführen“, meinte Gerland, „ein noch besseres Gefühl ist es, dem FC Bayern einen Spieler zuzuführen.“

Hart, aber ehrlich

Dabei scheut sich der Hobby-Pferdezüchter („Ich bin Westfale und züchte Westfalen.“), mit seinen hochtalentierten Nachwuchsspielern schonungslos, aber ehrlich ins Gericht zu gehen. „Ich versuche, die Spieler nach vorne zu bringen“, sagte Gerland, der von seinen Schützlingen eine gewisse „Besessenheit“ erwartet - so wie es der Trainer vorlebt. Nicht umsonst trägt Gerland den Spitznamen „Tiger“. Wer ihn im Grünwalder Stadion an der Außenlinie erlebt hat, weiß warum.

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