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Aufbruchsstimmung

Heynckes kommt beim Team an

Drei Tage vor dem Bundesligaheimspiel gegen Borussia Mönchengladbach hat die von Manager Uli Hoeneß erhoffte Aufbruchsstimmung beim FC Bayern Einzug gehalten. „Ich glaube, dass der Glaube im ganzen Verein und auch bei den Fans zurück ist“, sagte Kapitän Mark van Bommel vor den letzten fünf Saisonspielen, in denen man beim Rekordmeister wieder auf den Meistertitel hofft, die direkte Champions-League-Qualifikation und damit Platz zwei aber als absolute Priorität ausgerufen hat.

„Es geht um die Mannschaft, es geht und den Klub. Ich möchte mit der Mannschaft nächste Saison wieder Champions League spielen“, meinte auch Hamit Altintop zwei Tage nach der Trennung von Jürgen Klinsmann und der Verpflichtung von Jupp Heynckes als Interimstrainer. „Ob wir dann Erster werden oder Zweiter, ist mir momentan noch egal“, so der türkische Nationalspieler weiter.

Sowohl für Altintop als auch für Van Bommel waren die ersten Trainingseinheiten unter Heynckes‘ Regie etwas Besonderes. Als 20-jähriges Nachwuchstalent schaffte Altintop 2003 unter Heynckes den Sprung in die Bundesliga und avancierte auf Anhieb zum Stammspieler beim FC Schalke 04. „Ich habe eine sehr, sehr positive Erinnerung an den Trainer“, berichtete der inzwischen 26 Jahre alte Bayern-Profi. „Es ist schön, dass man mit so einem Trainer zusammenarbeiten kann, auch wenn es nur für fünf Spiele ist.“

Auch für Van Bommel ist Heynckes kein Unbekannter. 2004 wollte Heynckes den damaligen Kapitän vom PSV Eindhoven nach Gelsenkirchen holen, ein Wechsel in die Bundesliga „scheiterte an der Transfersumme“, erinnert sich Van Bommel, der dann ein Jahr später zum FC Barcelona ging. So wie er die damaligen Gespräche mit dem Fußballlehrer als „sehr positiv“ in Erinnerung behielt, genauso „positiv“ bewertete der Niederländer die ersten Eindrücke in der täglichen Arbeit mit dem 63-Jährigen.

Klare Ansagen

„Er gibt klar an, was er will und was er nicht will. Er korrigiert und stimuliert, er ist ganz klar in seinen Ansagen. Das gefällt uns“, sagte Van Bommel. Heynckes habe eine „ große Karriere“ als Spieler und Trainer hinter sich, „er weiß, wie es geht, das spürt man an kleinen Dingen. Man spürt, dass er sehr viel Erfahrung hat. Wir sind sehr froh, dass wir jetzt mit Herrn Heynckes arbeiten“, meinte der 32-Jährige weiter und bezeichnete die Stimmung im Team als „überragend“.

Auch Altintop schätzt die Vorzüge des erfahrenen Fußballlehrers. „Er erwartet einfache Dinge wie Disziplin und Gas geben.“ Der Champions-League-Gewinner von 1998 mit Real Madrid sei ein Trainer, der „viel rumgekommen ist, der sehr viel gesehen hat und die Lage hier sehr, sehr gut einschätzen kann.“ Und die ist vor den letzten fünf Saisonspielen durchaus prekär. Altintop: „Ich glaube, dass spätestens jetzt alle Spieler wissen, was die Stunde geschlagen hat.“

Noch 15 Punkte

Das Ziel für die nächsten vier Wochen ist klar definiert: „Es geht darum, dass sich der Verein für die Champions League qualifiziert. Wir versuchen, das Mindestziel zu holen, das ist der zweite Platz. Ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen“, sagte Van Bommel. Um das zu erreichen, müsse man schon die maximale Punktausbeute erreichen. „Wir gehen von 15 aus. Wo wir dann stehen, das sehen wir dann.

Altintop mahnte, jetzt nur noch „von Spiel zu Spiel zu denken“ und am kommenden Samstag gegen Mönchengladbach drei Punkte zu holen, „egal wie. Jetzt sind die Spieler gefordert. Da kann man sagen, machen und tun was man will, entscheidend sind die Ergebnisse und die waren in den letzten Wochen nicht so, wie wir uns das vorgestellt oder gewünscht haben. Und daran müssen wir arbeiten.“

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